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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

6 dämpfen wirksam zu begegnen, thut er ganz beson­ders Erwähnung. Als Lichtquelle benutzte er ein, in einer 13 rheinländische Zoll hohen, vasenartigen Laterne aus Blech sich befindendes Wachs­licht, doch empfiehlt er mehr noch einen Argandbrenner zu be­nutzen. Zwei runde, sich gegenüberstehende Oeffnungen, etwas oberhalb der Flammenhöhe trugen, die eine grössere jenes oben beschriebene Spekulum, die andere einen Apparat für das Auge des Beobachters: "Wie Sie sehen, in allen seinen Teilen ein voll­kommener Beleuchtungsapparat, ähnlich denen der neuesten Zeit. Trotz der ihm innewohnenden Originalität vermochte er die Aufmerksamkeit der damaligen Zeit nicht lange zu fesseln, die Idee wurde von der medizinischen Fakultät und der Josephs- Akademie zu Wien verworfen. Die erstere erteilte dem Instru­mente den spöttischen Beinamen der „Laterna magica in corpore humano“. Erst die Nachwelt wurde seiner Erfindung gerecht. M. Mackenzie nannte den Apparat und mit Recht „das erste Laryngoskop“ und die „Gazette des hopitaux“ vom 4. Mai 1867 brachte eine genaue Abbildung des Lichtleiters mit detaillierter Beschreibung. Jedenfalls hat Bozzini das grosse Verdienst, in einer Zeit, wo die meisten Ärzte von naturwissenschaftlichen Spekulationen in Anspruch genommen waren, ein wichtiges Mittel der Diagnostik zuerst angegeben zu haben. Dass sein allzufrüher Tod, welcher bereits im Jahre 1809 in der Nacht vom 4. zum 5. April er­folgte, seinen genialen Bestrebungen ein Ziel setzte, bleibt schmerz­lich zu bedauern, denn wohl kann man überzeugt sein, dass die­selben doch schliesslich von Erfolg gekrönt worden wären und uns vielleicht die Segnungen der Laryngoskopie um fünfzig Jahre früher, als so geschehen, erbracht haben würden. Im Jahre 1825 machte Cagniard de Latour (4), Nachfolger von Savart an der französischen Akademie der Wissenschaften und gleich ihm ein ernster Forscher der Physiologie der Stimme, einen erfolglosen Versuch, den lebenden Kehlkopf zu untersuchen. Dieses Unternehmen ist folgendermassen beschrieben: „M. Cagniard de Latour führte hierauf einen kleinen Spiegel in die hintere Partie des Schlundes, in der Hoffnuug, mit Hülfe der Sonnenstrahlen und eines zweiten Spiegels im Stande zu sein, die Epiglottis, ja sogar die Glottis erblicken zu können; indessen war ihm bei Anwendung dieser Mittel einzig möglich, die erstere und diese noch unvollkommen zu sehen.“ 1827 that Senn (8) in Genf einen weiteren Schritt zur Aus­führung der Besichtigung des Kehlkopfes. Derselbe liess aus Veranlassung einer von ihm am 3. Mai desselben Jahres wegen Atembeschwerden an einem siebenjährigen Mädchen vollzogenen Tracheotomie, vor dieser Operation einen kleinen Spiegel anfertigen, um denselben in den Grund der Bachenhöhle einzuführen und

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