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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

7 darin den oberen Teil des Kehlkopfes und die Stimmritze zu sehen — allein die Kleinheit des Spiegels bewog ihn auf dessen Anwendung zu verzichten. Er fügt zwar noch hinzu: „Immerhin glaube ich, dass diese Methode mit Vorteil bei Erwachsenen an­gewendet und dass sie in gewissen Fällen von Larynx-Phthise zur Diagnose behilflich sein kann“ — iudessen, ob er wirklich zur Perfektion gelangt, ist nicht bekannt geworden. 1827, wie gesagt, begann er die Versuche, aber erst 1829 nahm man davon in weiteren Kreisen Notiz. In der Sitzung der Hunterian Society of London am 18. März 1829 legte Dr. Benjamin Guy Babington (6) ein Instrument zur Untersuchung der tieferen Partien der Fauces vor, das er „Glottiscope“ nannte und welches beide Eigenschaften: Beleuchtung des Objekts und Spiegelbild in sich vereinigte und eben deshalb nicht blos Kehlkopfspiegel, sondern Laryngoskop genannt zu wer­den verdiente. Der Patient sass mit dem Kücken gegen die Sonne, mit einem gewöhnlichen Handspiegel wurden deren Strahlen auf­gefangen und auf ein oblonges, gläsernes Spiegelchen, das, in Silberdraht gefasst und mit einem langen Stiele versehen, gegen den Gaumen gelegt war, reflektiert. Während nun die Zunge mit einem Spatel niedergedrückt wurde, kamen Epiglottis und der obere Teil des Kehlkopfes zu Gesicht. Dass ein sehr heiles Licht (ob künstliches bemerkt er nicht) hierzu nötig und dass der Kehlspiegel in Wasser getaucht sei, um dessen Beschlagenwerden durch die aus der Lunge kommende Luft zu verhindern, hebt er ausdrücklich hervor. Obgleich Dr. Babington sein „Glottiskope“ mehrfach bei Pa­tienten anwandte, fehlen doch Mitteilungen über das Ergebnis der Untersuchungen.*) Kurze Zeit nach ihm und zwar im Jahre 1830 hat Gerdy (*) Spiegeluntersuchungen vorgenommen, deren er in seiner Physio­logie nur oberflächlich mit den Worten Erwähnung thut: „Die Kontraktionen des Pharynx lassen sich darthun ver­mittelst eines Spiegels.“ Ein dem Bozzinischen Kehlkopfspiegel ähnliches Instrument konstruierte im Jahre 1832 in Paris ein an Kehlkopfschwindsucht leidender Mechaniker, Selligue mit Namen. Trousseau und Belloc (8) sagen hierauf bezüglich Folgendes: „Es war unstreitig zur Untersuchung des Larynx sehr wichtig, im Besitze ähnlicher diagnostischer Hilfsmittel zu sein, als das Spekulum uns dar bi etet. Bereits seit mehreren Jahren beschäftigen wir uns mit der Anfertigung eines Speculum laryngis. Selligue, ein sehr talentvoller Mechaniker, verfertigte, als er an einer jetzt *) Genaue Beschreibung und Abbüdung siehe: The use of the laryngoscope in diseases of the throat: with an appendix on rhinoscopie by Morell Mackenzie. London 1871, pag. 12 etc. I X

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