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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

4 Meine Herren! Mit dem 27. März dieses Jahres erfüllte sich ein Viertel­jahrhundert, seit in Nr. 13 der „Wiener Med. Wochenschr.“ jene erste, allgemeines Aufsehen erregende Mitteilung: „Über den Kehlkopfspiegel“ erschien, welche die hohe Bedeutung dieses bis dahin fast unbekannten Instrumentes hervorhob, die Anwendung desselben den praktischen Ärzten zu „allgemeinster und ausgedehntester Benutzung“ dringend ans Herz legte und in den Worten gipfelte: „Der Zweck dieser Zeilen wird vollständig erreicht sein, wenn der Kehlkopfspiegel nach einiger Zeit in der Keihe der täglich gebrauchten Instrumente eben­sowenig irgendwo wird fehlen dürfen, als gegenwärtig der A ugen Spiegel und längst schon der Mutt er- spiegel.“ — Mit dem 16. September aber gleichfalls des laufenden Jahres endete ein Dezennium, seit der Autor jener inhaltschweren Zeilen, durch welche die Laryngoskopie intellektuell und formell in die praktische Medizin eingeführt wurde, der geniale Erfinder dieses neuen Zweiges unserer ärztlichen Wissenschaft: Johann Nepomuk Czermak, geh. den 17. Juni 1828 zu Prag, in Leipzig als ordentlicher Honorar - Professor sein ruhmreiches Leben beschloss. Füge ich dem noch hinzu, dass am 18. März desselben Jahres Victor v. Bruns, geb. den 9. August 1812 zu Helmstädt, der kühne Chirurg, der als Erster es wagte, unter Leitung des Spiegels, im Kehlkopfe des Lebenden eine vorher für unmöglich zu haltende Operation vorzunehmen und dadurch den Weg kennzeichnete, welcher später Tausenden das OQyavnv, das Werkzeug ihres Berufes, die Stimme wiederzugeben im Stande war, somit überhaupt den Anlass zur Begründung einer spe­ziellen Kehlkopf-Chirurgie gab, aus diesem Leben schied, so darf es gewiss für einen wohlberechtigten Akt der Pietät gelten, dieses Jahr nicht vorübergehen zu lassen, ohne an die, mit der Geschichte der Laryngoskopie und Laryngo­1* I

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