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Oscar Beschorner: Die Laryngoskopie ein Vierteljahrhundert Eigentum der praktischen Medizin

4 Chirurgie so eng und unzertrennlich verknüpften Namen Czer- mak und v. Bruns erinnert, gleichzeitig aber einen kurzen Eückblick auf die Zeiten, welche als vorbereitend und bahn­brechend für die Erfindung jener neuen Disziplin gelten müssen, geworfen zu haben, eine Disziplin, die berufen sein sollte, die Physiologie und Pathologie des Kehlkopfes zu einem der bestgekannten Gebiete unseres medizinischen Wissens, die Therapie aber des kranken Kehlkopfes zu einer der frucht­bringendsten Aufgaben unseres ärztlichen Handelns und Kön­nens zu erheben. Gleichermassen glaube ich mir gestatten zu dürfen, noch ferner der Männer zu gedenken, welchen es nächst Czermak und v. Bruns Vorbehalten sein sollte, an der weiteren Verbreitung, Vervollkommnung und "Verwertung der neuen Untersuchungs- Methode in hervorragendster Weise zu wirken, hieran endlich einige kurze Bemerkungen über die Tragweite der Laryngo­skopie zu fügen, der ein Siegeslauf vorgezeichnet war, wie er in der Geschichte der Medizin zu den Seltenheiten gehört. — Muss es schon wunderbar erscheinen, dass die ersten Ver­suche, vermöge eines optischen Instrumentes in die tiefen Hals­partien, insbesondere in den Kehlkopf des Lebenden zu dringen, erst in die Mitte des vorigen Jahrhunderts reichen, so berührt es noch seltsamer, dass weitere sechzig Jahre dazu gehörten, jene ganz vereinzelte und bald vergessene Idee wieder aufzunehraen, das Instrument einigermassen zu verbessern und allgemeiner An­wendung dienstbar zu machen. Während schon Celsus (J) aus den Zeiten des Tiberius bei Gelegenheit der Abhandlung über Zahnheilkunde, welche bereits damals einen hohen Grad von Vollkommenheit erlangt haben muss, berichtet, dass es unter Umständen nothwendig erscheine, mit einem Spiegelchen die Zahnreste zu untersuchen: . .. ergo spe­cillo*) conquirenda est testa, quae recessit etc. — ist es Niemand bis zum Jahre 1743 beigekommen, jene, seit undenklichen Zeiten benutzten zahnärztlichen Spiegel noch einige Zoll nach rückwärts zu schieben und sich den Einblick in die tieferen Halspartien zu verschaffen. Indessen — wir wissen: jede Erfindung verdankt ihre Ent­stehung einem glücklichen Zusammentreffen verschiedener Um­stände, sie wird immer als Kind geboren und wie dieses durch stufenweise Ausbildung immer vollkommener. *) Wenngleich mir wohlbekannt ist, dass die gebräuchlichen latei­nischen Lexika das Wort „Specillum“ nur mit „chirurgisches Unter­suchungs-Instrument“ übersetzen, so erscheint es mir doch zweifellos, dass, da „specillatus“ allgemein als von specillum abgeleitet und als mit „mit Spiegeln versehen“ gleichbedeutend erachtet wird, unter specillum eben nichts anderes als ein „Spiegelchen“ verstanden werden muss.

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