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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher
9 und privater Bauten, in der Herstellung von Wasserleitungen. Ebenso führe ich Bildwerke in Marmor, in Bronce und in Erde, und Gemälde aus, wie es irgend einer, und wer es auch sei, vermag. Ferner könnte ich an dem Reiterstandbild in Bronce arbeiten, das zu unsterblichem Ruhme und ewiger Ehre Eures verstorbenen Vaters und des erlauchten Hauses Sforza errichtet werden soll. Und wenn jemandem einige der erwähnten Dinge unmöglich oder unausführbar erscheinen sollten, erbiete ich mich in Eurem Garten, oder wo es Eurer Herrlichkeit sonst gefällt, davon eine Probe abzulegen. Den unruhigen Zeiten entsprechend stellt Leonardo seine kriegstechnischen Fähigkeiten in den Vordergrund. Bei dem jungen, dem niedern Stande entsprossenen Dynastengeschlecht der Sforza, welches eine eben erworbene Herrschaft gegen angriffslustige Nachbarn zu vertheidigen und im Innern, den erhöhten Anforderungen der Zeit gemäß, einzurichten hatte, hoffte Leonardo einen seinen reichen Gaben, seiner Thatenlust und seinen regem Schaffensdrang genügenden Wirkungskreis zu finden. Und diese Hoffnung wurde nicht getäuscht. Ludovico Moro, welcher damals für seinen unmündigen Neffen die Regierung führte, berief Leonardo nach Mailand und ertheilte ihm den ehrenvollen Auftrag für Franzesco Sforza, den Gründer der Dynastie, der sich vom Condottiere zum Herzog von Mailand aufgeschwungen hatte, ein Reiterdenkmal in Erz auszuführen. Als das Modell dieses Standbildes nach jahrelangem Schaffen, gelegentlich der Vermählung des Kaisers Max mit Bianca, der Tochter von Galeas Mario Sforza (1490), zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt wurde, hallte nicht nur Mailand, sondern ganz Italien von dem Ruhme des Künstlers wieder. In Mailand gründete Leonardo eine Akademie, welche als erste Schule der Wissenschaft und der schönen Künste eines angesehenen Rufes über die Grenzen Italiens hinaus sich erfreute, (487) i ,