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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

o X5n jenen glücklichen Tagen, da ein neuer Frühling über das alte Europa hereinbrach, und allerwärts die Geister aus dem mittelalterlichen Schlummer zu neuem Leben erwachten, in der Zeit der Wiedergeburt der Künste und Wissenschaften, traten in verschiedenen Ländern Gelehrte und Künstler auf, deren Vielseitigkeit uns heute, wo der Grundsatz der Arbeits- theilung allenthalben in jo ausgedehnter Weise zur Geltung gelangte, kaum glaublich erscheint. Insbesondere in Italien gab es damals einzelne ausgezeichnete Männer, welche nicht allein auf dem weiten Gebiet der bildenden Kunst durch neue und gewaltige Schöpfungen Mit- und Nachwelt zur Bewun­derung hinrissen, sondern auch durch wissenschaftliche Leistungen glänzten, und nebenbei als Menschen durch persönliche Vorzüge hoch über ihre Zeitgenossen emporragten. Und als einen der umfassendsten Geister jener denkwürdigen Epoche bewundern wir Leonardo da Vinci. Bei dem Namen Leonardo denken wir zunächst an das Abendmahl, an die Mona Lisa. Doch gilt diesmal unsere Be­trachtung nicht den gefeierten Kunstwerken Leonardo's, nicht seinem berühmten Wettstreit mit dem gewaltigen Michel Angelo, nicht seinem mächtigen Einfluß auf den jungen Rafael; mit einem Wort nicht seiner kunstgeschichtlichen Bedeutung. Eine andere, weniger gekannte Seite dieses reichbegabten Genius zu würdigen soll diesmal unsere Aufgabe sein. Denn wie der Meister durch den Liebreiz seiner Frauenbildniffe zu entzücken, und durch die Würde seiner Apostelgestalten zu erheben wußte, XV. 350. 1* (481) I

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