Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

I. Teil. Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphterischen Larynx-Stenose

O'Dwyers Instrumentarium. rican Pediatric Society“ im Jahre 1890 hielt, die richtige Herstellung dieser Tuben folgendermaßen: In massive Metallstangen werden Löcher entsprechenden Umfanges gebohrt , worauf die Stangen über einem Mandrin so lange mit dem Hammer bearbeitet werden, bis sie elliptisch werden und der Durchmesser von vorne nach hinten ungefähr zweimal so lang wird, wie der seitliche. So formiert wird die Tube, um sich der Form des Kehlkopfes und der Luftröhre an­zupassen, um hierbei eine möglichst breite Öffnung für den Luftdurchtritt zu gewinnen und um trotzdem nur einen womöglich mäßigen Druck auf die Stimmbänder auszuüben. Im folgenden Momente wird das Rohr auf die Weise abgefeilt, daß es die Form eines doppelten Keils gewinnt, dessen Bauch sich nach seitwärts wölbt. Solcherart kann die Tube fixiert und ihr Aushusten verhindert werden. Durch Entfernung des überflüssigen Me­talls soll die Tubenwand so dünn hergestellt werden, als nur möglich, aus­genommen die vordere Fläche des oberen und unteren Teiles, wo mehr Metall übrig bleiben soll. Dies ermöglicht das obere Ende aufwärts ab­zurunden, welches gegen die Kehlkopfdeckelbasis drückt und sonst bei scharfer Endung leicht Geschwürbildung verursachen könnte. Eine gleiche Überlegung erfordert die gehörige Abrundung auch des unteren Teils und Entfernung des scharfkantigen Randes, der sonst bei jeder Schluckbewegung durch Auf- und Abwärtsbewegung der Tube die vordere Trachealwand beschädigen würde. Wenn das obere Tubenende aber auch noch so sorgfältig abgefeilt ist, würde es trotzdem zur Bildung eines tiefen Geschwürs an der Kehlkopf­deckelbasis kommen, wenn die Tube ganz gerade bliebe. Dieser Druck ist auf die Weise zu umgehen, daß aus der hinteren Fläche der Tube in der Nähe des Kopfteils ein Keil herausgeschnitten wird, der dann nach rück­wärts gebogen und so angelötet wird. Der Tubenkopf, welcher aus einem besonderen Metallstück erzeugt wird, kommt nun über diese Stelle und Fig. 6.

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