Papers and Documents relating to the Foreign Relations of Hungary, Volume 2, 1921 (Budapest, 1946)

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43 il an attempt would constitute interference with a problem which was peculiarly of exclusive domestic concern and which, more­over, was not a matter for the Hungarian Government, but for the whole Hungarian people. It was from Czech sources that the desirability of a peaceful settlement with Hungary was repeatedly urged ; but if the conditions of such a settlement were too oner­ous, I really could not suggest that my friends in Hungary should enter into negotiations. Thereafter the conversation continued as follows: Tusar : "Und was wären Ihre Wünsche in der territorialen Beziehung?" 1 Szapáry : "Die ganze Sprachgrenze von Oesterreich bis zu den Karpathen und die Russka-Kraina." (I showed this on a map I had received from Mr. Tahy.) Tusar: "Von Pressburg kann man nicht einmal reden, Pressburg ist unmöglich. Und wenn sich die Ungarn auf Press­burg kaprizieren, dann bitte brechen wir die Entrevue ab. Press­burg und ein ziemlich grosser Teil um Pressburg herum um dessen Donauhafen strategisch zu beschützen ist eine unumgäng­liche Notwendigkeit für die Tschecho-Slovakei. Kaschau wäre uns sehr unangenehm, aber was nun die Russka-Kraina betrifft, obwohl wir nicht viel Freude an ihr haben, so'könnten wir schon deswegen ihr nicht entsagen, weil, wenn Polen, und Ungarn sich berühren, wir von Osten eingekreist wären." Szapáry : "Wir können unmöglich ohne Kaschau verhandeln, denn dieses ist das ungarische Mekka, dort liegt unser Rákóczi und Kaschau ist nach der Krönungsstadt Pressburg diejenige Stadt deren Verlust unserem ungarischen Herzen am meisten wehtut und deren Rückgewinnung der Erfolg wäre mit dem wir am ehesten vor das Volk treten können, um den Irredentismus abzubauen. Wenn schon der Rückschluss von Pressburg nicht geht, was ich die hiesigen Verhältnisse gewissermassen kennend begreife, so kann ich unmöglich vor meine Freunde treten ohne Kaschau." Tusar : "Aber dann haben Sie damit unsere Eisenbahnver­bindungen mit der Russka-Kraina ganz abgebrochen." Szapáry : "Die können wir Ihnen aber aufbauen, ich bin überzeugt, dass eine jede Regierung gerne die hiezu notwendigen 1 This and the following quotations, contained in German in the ori­ginal notes, have not been translated.

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