Papers and Documents relating to the Foreign Relations of Hungary, Volume 2, 1921 (Budapest, 1946)

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IOO 1921 Summen votieren wird, wenn sie dem Parlamente meldet, dass das heilige Kaschau zurückgewonnen wurde." Tusar : "Und wie Sie auf der Karte zeigen, wären ja bei Nyitra auch die Eisenbahnverbindungen unterbunden, wenn wir Ihren Wünschen nachkommen würden. Dann müssten Sie na­türlich auch da das Geld zu den Bauten geben." Szapdry : "Aber bitte, wenn ich offizieller Unterhändler wäre, möchte ich Ihnen dies gewiss gerne versprechen." Here Dr. Boucek, who had until then said nothing, inter­rupted: "Aber unseres Parlamentes willen müssten wir auch ver­langen, dass die Enklaven im jetzigen Ungarn eine gewisse Auto­nomie bekommen." Szapdry : "Die Enklaven im jetzigen Ungarn und auch jene einzelnen Teile, die von Slovaken bewohnt sind und die durch die Regulierung der zukünftigen Grenze an Ungarn fallen sollten, würde ich, wenn ich Minister wäre, mit vollständiger Autonomie ausrüsten." Tusar , after agreeing that this was justifiable, continued: "Wir brauchen solche Sachen für das Parlament, denn die wirk­lichen Gründe können wir für die Abtretung dem Parlament nicht sagen." Szapdry : "Natürlich, da Sie nie eingestehen werden können, dass Sie hiedurch eigentlich die Frage der Deutschböhmen lösen, indem Sie die Frage der Slovakei für sich günstiger gestalten." Tusar laughed; then he remarked in a serious tone: "Es ist auch wichtig zur leichteren Durchführung unserer Orientierung Deutschland gegenüber, denn wenn die Deutschböhmen keine Stärkung mehr im Staate selbst bekommen und dadurch sich ruhiger verhalten, können wir mit Deutschland leichter reden." Szapdry : "Ja, da haben Sie Recht, dass Sie sich nicht mit gebundenen Händen der Entente ergeben, die wollen uns aus­saugen." Tusar : "Auf mich sind sie sehr böse, weil ich das nicht zulasse. Von den Deutschen können wir viel lernen, sie sind unsere Nachbarn und wir brauchen sie sowohl aus wirtschaftlichen Gründen, wie auch wegen den Deutschböhmen. Ungarn ist jetzt französisch orientiert. Wer weiss wie lang es so bleiben wird? Es könnte Ihnen wie Jugoslavien gehen, welches diese Orientie­rung aufgibt und gegen Deutschland zu schielen beginnt."

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