Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2006 (5. évfolyam)
2006 / 1-2. szám - TÁVOL-KELET - Vámos Péter: Tajvan: önálló ország vagy szakadár tartomány
Résumé der Vereinigung des Landes, der mit der Rückkehr von Hongkong und Macau begonnen hat, durch die Rückkehr von Taiwan vollständig wird. Taiwan genießt eine interne Souveränität, ist de facto ein selbständiges Land, doch wird es von der internationalen Gemeinschaft - auf chinesischen Druck - de iure nicht als selbständiger Staat anerkannt. Peking unterstützt die wirtschaftliche Integration, das Auftreten des taiwanesischen Kapitals in China, damit die immer fester werdenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kontakte langfristig die Vereinigung unterstützen; andererseits lässt China die Möglichkeit eines militärischen Schlages dort schweben und unternimmt alles, um Taiwan auf politischem Terrain zu isolieren. Das Ziel ist, die Insel in eine abhängige Lage von China zu bringen, und die gegen Präsident Chen Shui-bian gerichteten politischen Kräfte für die Sache der Vereinigung zu gewinnen. Die überwiegende Mehrheit der taiwanesischen Bevölkerung unterstützt das Bestehen der gegenwärtigen Situation, da die Proklamation der Unabhängigkeit das demokratische System und den materiellen Wohlstand gefährden würde. Gegenwärtig gibt es auch Taiwan keine Abenteuer anstrebende Kraft, die durch das extreme Steigern der Spannung einen politischen Nutzen für sich gewinnen wollte. Diese Gefahr aber, dass die taiwanesische Politik von Zeit zu Zeit die Zuspitzung der Lage erreichen will, besteht, obzwar eine taiwanesische Provokation die bewaffnete Rache Pekings nach sich ziehen würde. Der dritte Beteiligte des Konflikts, die Vereinigten Staaten von Amerika, treten als Verbündete Taiwans unverändert für jenen Standpunkt auf, dass die Lösung der Spannung ausschließlich durch die Abmachung der auf beiden Seiten der Formosastraße lebenden Menschen, auf friedlichem Wege geschehen soll, doch lassen sie auch wissen, dass sie es auch mit militärischer Kraft verhindern würden, dass China seinen Willen mit Zwang durchsetzen würde. Im Falle eines bewaffneten Konflikts wäre die amerikanische Reaktion vermutlich ein entschiedenes militärisches Auftreten sein, dessen Ergebnis auch ein amerikanisch-chinesischer Krieg sein kann. Die Wahrscheinlichkeit des letzteren ist gegenwärtig ziemlich gering. Bei dem gegenwärtigen Tempo der Erweiterung der Beziehungen kann in den bilateralen Beziehungen die Abnahme der Spannungen prognostiziert werden. Doch zur gleichen Zeit kann das Anwachsen des Einflusses von China weitere Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und China auslösen - wozu als ein Element der Propaganda von beiden Seiten auch der Standpunkt des anderen in der Taiwan-Frage als Grundlage der Berufung dienen kann. Die Globalisierung verringert die Effizienz der Zwangspolitik Chinas und erhöht den Preis für die eventuelle bewaffnete Lösung des Konflikts. Zur gleichen Zeit vertrauen die Beschließenden in Peking darauf, dass die immer größere wirtschaftliche Abhängigkeit zwischen den beiden Küsten der Straße die Stabilisierung des Raumes und deren internationale Unterstützung fördert, was langfristig den Interessen Pekings dienen kann. 2006. tavasz-nyár 87