Külügyi Szemle - A Teleki László Intézet Külpolitikai Tanulmányok Központja folyóirata - 2006 (5. évfolyam)

2006 / 1-2. szám - TÁVOL-KELET - Gergely Attila: A "japán párhuzam" - amerikai nemzetépítés Japántól Irakig

Résumé ten bedroht wird" wurde die Meinung umfassend, nach der die amerikanische Beset­zung Japans nach dem Zweiten Weltkrieg eine „Analogie" ja sogar ein „Modell" zum Beweis für die neuesten Unternehmungen des Aufbaus der Nation durch die Vereinig­ten Staaten, sowie zur Sicherstellung des Erfolges dieser Einmischungen sein kann. Zur Untermauerung der Parallele wird meistens eines der vier Argumente oder irgendeine Kombination dieser angeführt: 1.) Die in Japan befolgte amerikanische Politik war er­folgreich, deshalb kann sie als von legitimierender Gültigkeit aufgefasst werden, 2.) dies war eine unilaterale amerikanische Unternehmung, 3.) diese ist in einem nicht­westlichen Land vor sich gegangen, 4.) dies hatte nichts mit den Clinton-Administration zu tun. Als Teil eines Forschungsprogramms in Bezug auf die Probleme der Staaten und des Aufbaus der Nation beschwört die Studie herauf, wie die Frage der „japani­schen Parallele" auf die Tagesordnung der politischen und fachlichen Debatte geraten ist, welche objektiven Fakten für bzw. gegen sie sprechen können, schließlich unter­sucht sie, ob die Analyse des japanischen Falls die sich in den letzten Jahren entfaltete Debatte über das Staatsfiasko und den Aufbau der Nation voranbringen kann, wenn ja, inwiefern und auf welche Art und Weise. Die zum Weiterdenken des umfassenderen Fragenkomplexes dienenden und zu ziehenden Schlussfolgerungen verweisen darauf, dass die auf internationale Ordnung und Sicherheit gerichteten Drohungen, sowie das primäre Kriterium der das Auftreten gegen diese beweisenden Argumente nicht unbe­dingt das Fiasko oder der Erfolg der konkreten Staaten ist; derartige Kriterien können viel eher an die Unfähigkeit der Erneuerung von den internen Kräften heraus gekop­pelt werden, an die institutioneile Einrichtung, die die Tendenzen des Abdriftens der durch die konkreten Staaten verstärkten und meistens als „Erfolge' verbuchten Tenden­zen des Abdriftens nicht auf interner Grundlage ausgleichen kann. Außerdem kann die Erneuerungsfähigkeit und deren Beurteilung kann nicht auf einer reinen funktionalen Berechnung beruhen, kann nicht die normativen Kriterien entbehren - ohne letztere und ohne die Anerkennung ihrer Autonomie können auch die fallweise notwendig werdenden Einmischungen keinen Anspruch auf beständigen Erfolg erheben, und sind nur insofern nachweisbar, inwiefern sie der Wiederherstellung der die internen Fakto­ren annehmenden Erneuerungsfähigkeit voraussetzen. 2006. tavasz-nyár 111

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