Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

nister weiter; Papens Ziel besteht darin, sich der Nichteinmischung der Türkei zu versichern; vor dem türkischen Außenminister betonte er die Ausgeglichenheit der deutsch-sowjetischen Beziehungen; auf deutscher Seite akzeptiert man den bei Molotows Besuch in Berlin ausgesprochenen Wunsch, den Krieg nicht auf die Türkei auszuweiten; nach Papen ist zu er­warten, daß die Sowjetunion die Frage der Meerengen aufwerfen wird. 763 504. 30. 11. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­London ster Der englische Chefsekretär des Äußeren drückte sein Bedauern darüber aus, daß Ungarn dem Dreimächtepakt beigetreten ist; er gab seiner Hoff­nung Ausdruck, daß man auch weiterhin die diplomatischen Beziehungen ungestört aufrechterhält. 765 505. 30. 11. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Lissabon an den Außenminister Lissabon Nach den Äußerungen seines englischen Bekannten ist ein Friedensschluß zwischen England und Deutschland unvorstellbar; dies sei ausgeschlossen wegen der Deutschfeindlichkeit der englischen Öffentlichkeit und der Dominien sowie wegen des Druckes von Amerika auf England. 766 506. 1. 12. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Madrid an den Außenminister Madrid Ungarns Beitritt zum Dreimächtepakt hat eine günstige Wirkung hervorge­rufen. während man dem Beitritt Rumäniens und der Slowakei keine Be­deutung beimißt. 767 507. 2. 12. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenmini­Ankara ster Der türkische Chefsekretär des Äußeren hat Ungarns Beitritt zum Drei­mächtepakt mit Verständnis aufgenommen; er gab seiner Hoffnung Aus­druck, daß dies die Sympathie der beiden Länder zueinander nicht schmä­lern werde. 768 508. 4. 12. 1940 Tagesbericht über das Gespräch zwischen dem italienischen Geschäftsträger Budapest Del Balzo und dem stellvertretenden Außenminister Vörnle Ciano hält als Termin der jugoslawisch-ungarischen Vereinbarung vom italienischen Standpunkt aus jeden Zeitpunkt für geeignet. 769 509. 6. 12. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Preßburg (ung. Pozsony, heute Brati­Preßburg slava) an den Außenminister Tuka erkundigte sich nach der Bedeutung der bevorstehenden Reise Csá­kys nach Belgrad. 769 510. 6. 12. 1940 Bericht des ungarischen Konsuls in Zagreb an den Außenminister Zagreb In Zagreb gehen die Meinungen in Bezug auf die ungarisch-jugoslawische Annäherung auseinander; Macek und die kroatischen Minister sehen darin gewisse Anstrengungen der beiden Länder zur Selbständigkeit, die Bauern­partei dagegen betrachtet dies von ungarischer Seite aus als Taktik und glaubt nicht an den Verzicht auf die Revisionsbestrebungen; die kroati­schen Nationalisten verurteilen die Annäherung, weil sie die Existenz des jugoslawischen Staates verlängert; die Menschen auf der Straße sind gleich­gültig; die Presse hat den ungarnfreundlichen Ton der offiziellen serbischen Presse übernommen; in Kreisen der kroatischen Bauernpartei spürt man eine Distanzierung von ungarischer Seite her; nach Meinung des Gesand­ten wird die Annäherung in offiziellen italienischen Kreisen nicht gut aufge­nommen, weil sie das kroatische Problem indirekt in den Hintergrund drängt. 770 1362

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