Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

England nicht mehr aktuell sei; man müsse mit der Intervention Frank­reichs in England rechnen; eine Abrechnung mit Griechenland wird bald stattfinden; er betonte, daß gegen Jugoslawien keinerlei Aktion ins Auge gefaßt sei; er gab den Rat, daß Ungarn mit seinen Übergriffen gegenüber den Rumänen in Siebenbürgen und mit den irredentistischen Äußerungen aufhören sollte, weil dies bei den Rumäniens Grenzen garantierenden Ach­senmächten einen schlechten Eindruck hervorrufe. 612 382. 25. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Sztójay teilt jene Informationen allgemeinen Charakters mit, welche er von Weizsäcker über Ribbentrops Reise nach Rom erhalten hat; dem Gesand­ten zufolge gibt es immer mehr Anzeichen dafür, daß in den nächsten Ta­gen der neuerliche, alles Bisherige übertreffende diplomatische Erfolg der Achsenmächte an die Öffentlichkeit gelangen wird. 614 383. 25. 9. 1940 Bericht des ungarischen Konsuls in Zagreb an den Außenminister Zagreb Nach den vertraulichen Informationen des Konsuls hat Macek die Einmi­schungen der Deutschen mit den Vorschlägen zur Umbildung der Bauern­partei ungünstig aufgenommen, was die Berliner Agenten in Zagreb dazu gebracht hat, direkte Verhandlungen mit Budak aufzunehmen ; Probst, der Agent der Gestapo, gelangte zu der Überzeugung, daß man die Standpunk­te von Budak und der Bauernpartei nicht einander näher bringen könnte; der Konsul habe den Eindruck, daß man auf deutscher Seite die italieni­schen Vorhaben mit Kroatien nicht genau kenne; eine italienische Aktion in Jugoslawien würde nach seiner Meinung einen italienisch-griechischen Konflikt zur Folge haben. 616 384. 26. 9. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest Der Gesandte solle dem italienischen Außenminister mitteilen, daß wäh­rend der dritten Rundreise des Ministerpräsidenten durch Siebenbürgen mit Ausnahme von drei Kreisen im Komitat Szilágy keine ernsthaften Zwi­schenfalle vorgekommen sind ; er solle sich auch über die Erfahrungen der in den rückgegliederten Gebieten tätigen italienischen und deutschen Be­obachter informieren. 617 385. 26. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Im Zusammenhang mit dem Dokument Nr. 383 hob der Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Weizsäcker, hervor, daß die Konsolidierung der Lage in Rumänien wegen der Sicherung der Öl- und Weizenlieferungen in Deutsch­lands Interesse liege ; der Gesandte machte Weizsäcker darauf aufmerksam, daß man die neue rumänisch-ungarische Grenze in Rumänien nicht für endgültig ansehe; in bezug auf Jugoslawien legte er Ungarns territoriale Ansprüche dar und gab als Minimalforderung die Donau-Drau-Linie an; es wurde auch die Notwendigkeit der Annäherung der Türkei an Deutsch­land zur Sprache gebracht; in diesem Interesse solle er den ungarischen Einfluß zur Geltung bringen; im Zusammenhang mit der Sowjetunion be­tonte man auf jede Weise das ungestört gute Verhältnis, das der betont neu­tralen Politik der Sowjetunion in der Balkan-Frage zu verdanken ist. 619 386. 26. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Im Zusammenhang mit der Bukarester Mission des deutschen Generals Tippeiskirch berichtet der Gesandte unter Berufung auf die Informationen des Militârattachés, daß sich in ein bis zwei Wochen eine deutsche Militär­delegation nach Bukarest begeben wird, um die rumänische Armee um­zuorganiseren ; als folgenden Schritt wird man die Ölfelder besetzen, u.zw. mit Zustimmung von Antonescu; den Transit der deutschen Besatzungs­1344

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