Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

123. 29. 6. 1940 Budapest 124. 29. 6. 1940 London 122. 29. 6. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Sofia Der bulgarische Außenminister habe dem Gesandten mitgeteilt, daß man zwei Grenzdivisionen mobilisiert habe; im Oberkommando der Armee sei man wegen mangelnder Ausrüstung für eine friedliche Lösung; er freue sich über das energische Auftreten von Ungarn gegenüber Rumänien, Bul­garien dagegen könne wegen seiner schwierigeren Lage nur gemäßigte Töne anschlagen ; nach dem Eindruck des Gesandten ist die bulgarische Regie­rung übertrieben vorsichtig; der deutsche und der italienische Gesandte in Sofia versprachen, bei ihren Regierungen für eine Unterstützung der unga­rischen und bulgarischen Ansprüche einzutreten. 236 Telephonisches Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Ge­sandten in Rom Der Gesandte solle dem italienischen Außenminister mitteilen, daß man in­folge der allgemeinen rumänischen Mobilmachung von einem aggressiven Auftreten gegenüber Ungarn ausgehen müsse; die ungarische Regierung trifft unverzüglich die notwendigen militärischen Anordnungen. 237 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenmini­ster Es gäbe Informationen, daß England unter Vermittlung von Spanien und Schweden angeblich die Möglichkeit eines Friedens suche; über die ru­mänische Frage schreibt die englische Presse auch weiterhin objektiv, so sähe der Gesandte seine Ansicht bekräftigt, daß England Rumänien nicht einmal moralische Unterstützung geben würde. 238 125. 29. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an Bukarest den Außenminister Bei der Übergabe der im Dokument Nr. 119 angewiesenen Note behielt sich der rumänische Außenminister das Recht auf schriftliche Beantwor­tung vor und äußerte in seiner neutral gehaltenen Antwort, daß die Mo­bilmachung keinen politischen Charakter habe, nicht gegen Ungarn gerich­tet sei und nur als Gegengewicht zu den inneren dynastischen Schwierigkei­ten diene. 239 126. 29. 6. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenmini­Belgrad ster Nach Smiljanic hat sich der bulgarische Außenminister in der Weise geäußert, daß Bulgarien nur mit friedlichen Mitteln seine territorialen An­sprüche gegenüber Rumänien verwirklichen wolle und dasselbe auch von Ungarn erhoffe, weil doch die Achsenmächte geneigt scheinen, die Forde­rungen zu einem späteren Zeitpunkt zu unterstützen; Smiljanic versprach, daß er auf die rumänische Regierung beschwichtigend einwirken werde. 240 127. 29. 6. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenmini­Moskau ster Im Zusammenhang mit dem Dokument Nr. 99 teilt der Gesandte mit, daß sein Gespräch mit Dekanosow die Schlußfolgerung zuläßt, daß er sehr wohl um das rumänisch-ungarische Problem Bescheid wisse und auch zu verstehen schien, daß Ungarn seinen territorialen Forderungen nicht entsa­ge; als seine persönliche Meinung erklärte er, daß die Sowjetunion an der Siebenbürgenfrage nicht interessiert sei. 240 128. 29. 6. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ausführlich legt der Gesandte sein im Dokument Nr. 111 erwähntes Ge­spräch mit Ciano dar und fügt als eigenen Eindruck hinzu, daß die Ach­senmächte, solange die sowjetische Regierung sich darauf beschränke, ihre alten Gebiete wiederzuerwerben, nicht gegen die Sowjetunion auftreten 1305

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