Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

werden: Rumänien interessiert die Achsenmächte in erster Linie als roh­stoffproduzierendes und -exportierendes Land; wieweit Italien seine Ver­sprechen gegenüber Ungarn einlösen wird, wenn es zu einer allgemeinen Regelung nach dem Krieg kommen werde, wird davon abhängen, welchen Einfluß Mussolini dann in Berlin haben wird. 241 129. 30. 6. 1940 Tagesbericht iiher das Gespräch zwischen dem rumänischen Gesandten in Bu­Budapest dapest, Crucescu. und dem stellvertretenden Außenminister Vömle Crucescu teilte im Auftrag seiner Regierung mit. daß die rumänische Mo­bilmachung gegen niemand gerichtet sei und Rumänien im friedlichen Ver­hältnis zu seinen Nachbarn leben wolle; Vömle wies darauf hin, daß die Truppen von Bessarabien und der Bukowina nach Siebenbürgen geschickt worden seien und zog insofern die Aufrichtigkeit dieser Mitteilung in Zwei­fel; unter Berufung auf den Vermittlungsversuch der jugoslawischen Regie­rung äußerte er als seine persönliche Meinung, daß die ungarische Regie­rung die Siebenbürgenfrage friedlich lösen möchte, was natürlich eine Kompromißlösung ergeben würde, während ein Krieg eine hundertprozen­tige Lösung bedeutete; falls es zu friedlichen Verhandlungen käme, würde sich die ungarische Regierung vielleicht auch mit dem Gedanken eines Bevölkerungsaustausches beschäftigen. 242 130. 30. 6. 1940 Bericht des ungarischen Militärattaches in Rom an den Generalslabschef Rom Im Gespräch mit Ciano unterbreitete der Militârattaché seine Vorstellun­gen, wie die Revisionsforderungen gegenüber Rumänien aus militärischer Sicht zu verwirklichen seien; nach seinem Eindruck sei es notwendig, daß irgendein führender ungarischer Staatsmann so bald wie möglich mit Mus­solini Beratungen aufnehme, der vielleicht bei Hitler Zugeständnisse errei­chen könnte. 244 131. 30. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Berlin Außenminister Im Zusammenhang mit den Dokumenten Nr. 104 und 106 habe der Ge­sandte den Eindruck, daß die Deutschen, was die Revision in Siebenbürgen angeht, keinen Rat geben wollen bzw. keinen Wunsch äußern; er bittet um Anweisungen, ob er sich nach einer deutschen Antwort erkundigen solle; nach Meinung des italienischen Militârattachés in Berlin könnte Italien we­der Rumänien noch Ungarn irgendwelche militärische Hilfe gegen die Sowjetunion gewähren. 246 1 32. 30. 6. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Budapest Der Außenminister gibt dem Gesandten die Anweisung, daß er sich bei dem Staatssekretär des Äußeren erkundigen solle, ob der es für zweckmä­ßig halte, wenn der Außenminister innerhalb von ein bis zwei Tagen Rib­bentrop einen Besuch abstatte, weil die schriftlich übermittelten Äußerun­gen die Lösung der gemeinsame Interessen berührenden Probleme von gro­ßer Tragweite nur in die Länge ziehen würden. 246 133. 30. 6. 1940 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an Bukarest den Außenminister Bei der Übergabe der schriftlichen Antwort auf das Dokument Nr. 125 legte der rumänische Außenminister dar, daß er gegen die Mobilmachung gewesen sei, man sie dann aber doch angeordnet habe, um die Demobilisie­rung der einberufenen Soldaten von Bessarabien und der Bukowina auszu­gleichen; die Mobilmachung habe kein außenpolitisches Ziel und sei nicht gegen Ungarn gerichtet; bei der Darlegung seiner außenpolitischen Ziele betonte er die Notwendigkeit eines ungarisch-rumänischen gegenseitigen Verständnisses; er erhob Einwände gegen den Ton in der ungarischen Pres­se und im Rundfunk, der die Öffentlichkeit in Rumänien peinlich berühre. 247 1306

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