Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

62. 7. 6. 1940 Berlin 63. 8. 6. 1940 Budapest 64. 8. 6. 1940 Ankara 65. 8. 6. 1940 Budapest 66. 10. 6. 1940 Rom 67. 10. 6. 1940 Berlin 68. 11. 6. 1940 Budapest 69. 11.6.1940 Rom Kriegseintritts, die Verunsicherung des Status' der Neutralität der Schweiz sowie über die Lage in Südosteuropa. Der Gesandte drückt seine Überzeu­gung aus. daß die Katastrophe der französischen Armee unaufhaltbar ge­wesen sei und daß England ein ähnliches Schicksal erleiden könne. 174 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der Gesandte übermittelt die Meinung eines in hohem Range stehenden und mit ihm befreundeten deutschen Diplomaten, der es für unbedingt not­wendig hält, die ganze ungarische Politik entschieden auf den deutschen Sieg einzustellen, und drängt neuerlich darauf, Presse. Rundfunk und Post streng zu kontrollieren und die Zensur einzuführen. 177 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Unter Berufung auf das Dokument Nr. 60 bittet der Außenminister, festzu­stellen, ob Deutschland sich mit einer ähnlichen Bitte auch an Italien ge­wandt hätte und wie die Entscheidung der italienischen Regierung sei. 179 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Ankara an den Außenmini­ster Der Gesandte protestierte wegen eines die ungarische Politik angreifenden Leitartikels von Jusus Nadi in „Chumhürijet" im türkischen Außenministe­rium, wo man ihn mit Verständnis aufgenommen hat. 180 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Außenminister gibt dem Gesandten die Anweisung, an zuständiger Stel­le zur Sprache zu bringen, daß es in Ungarn peinliche Aufmerksamkeit er­regt habe, daß der Gesetzesantrag von Hubav und Vágó über die Nationa­litäten vom Deutschen Nachrichtenbüro veröffentlicht worden sei. 180 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Informationen über die Schließung von Gesandtschaften der Alliierten und über die zeitweiligen personellen Veränderungen im italienischen Außenmi­nisterium in Verbindung mit Italiens Kriegseintritt; in der Politik Italiens gegenüber Südosteuropa gibt es keine Veränderung. 181 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der ungarische Referent im Reichswirtschaftsministerium beanstandete, daß die zuständigen ungarischen Behörden unter Berufung auf fehlende Reichsmark die Einfuhr von deutschen Waren einschränken wollen; der Gesandte hält die Aufhebung der Beschränkungen für notwendig. 182 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Bezug nehmend auf das Dokument Nr. 60 solle der Gesandte Dornberg mitteilen, daß der ungarische Gesandte in Den Haag demnächst seinen Standort verlassen werde; eine andere Gesandtschaft wird die ungarischen Interessen in den verbleibenden Teilen Hollands wahrnehmen. Zur Infor­mation sei ihm mitgeteilt, daß man die Gesandtschaft in Den Haag nicht schließe, weil sich an Hollands internationalem Status nichts geändert habe. Mit den wirtschaftspolitischen Angelegenheiten im Zusammenhang mit dem besetzten Holland wird sich de facto die Berliner Gesandtschaft befassen, aber de jure wird dies nicht zum Ausdruck kommen. 182 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister In Rom hält man den Krieg von nicht zu langer Dauer und hält auch einen französisch-deutschen Sonderfrieden für möglich; nach Buti bemüht sich Italien nur um die Normalisierung seiner Beziehungen zur Sowjetunion. Für unwahrscheinlich halte man es, daß die Sowjetunion und die Balkan­Staaten zu Aktionen übergehen würden. 183 1296

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