Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
490. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Warschau Der Außenminister weist den Gesandten an, er möge Beck bitten, die ungarische Démarche als ungeschehen betrachten zu wollen. Außerdem danke er der polnischen Regierung für ihre freundschaftliche Unterstützung. 491. 18. 3. 1939 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an Rom den Außenminister Deutschland hätte erst am 15. März in den Mittagstunden den Italienern mitgeteilt, daß es ein tschechisch-mährisches Protektorat zu schaffen gedächte. Italien rechnete mit weiteren Aktionen. Den Nachrichten gemäß würde Mussolini am 26. März seine Wünsche Frankreich gegenüber angeben, die eventuell zu einem militärischen Konflikt führen werden. 492. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Paris an den AußenParis minister Die französische Öffentlichkeit sei von Tag zu Tag immer mehr über die Beseitigung des tschechoslowakischen Staates entrüstet. 493. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Berlin Der Gesandte möge dem deutschen Außenminister mitteilen, daß die ungarischen Truppen die ganze Karpatoukraine besetzt hätten. Die ungarische Regierung plane, mit der rumänischen und slowakischen Regierung Verhandlungen über die Grenzfragen zu führen. 494. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenBukarest minister Gafencu hätte mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen, daß die ungarische Regierung die berechtigten Wünsche Rumäniens unerfüllt ließe und auch von Rumänen besiedelte Gemeinden besetze. An der Eisenbahnlinie nach Kolomea hätte Ungarn keinerlei Interesse; Polen trachtete nachgerade, die rumänische Regierung zur Besetzung derselben zu bewegen. Gafencu begnüge sich damit, daß Fachleute über die neuen Grenzlinien unterhandeln und auch die Interessen Rumäniens berücksichtigen. Ungarische Flugzeuge verletzten die rumänische Grenze, wogegen Gafencu protestiere. 495. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den AußenLondon minister Chamberlain hätte sich dahingehend geäußert, England habe die Vergeblichkeit seiner seit München geführten friedfertigen Politik eingesehen, gäbe seinen bisherigen betrachtenden Standpunkt auf und wünsche im Interesse des jeweiligen gefährdeten Kontinentteiles aktiv in die Südosteuropa betreffende Politik einzugreifen. Der rumänische Gesandte in London hätte sich mit der Frage an die englische Regierung gewandt, ob diese bereit sei, im Falle eines deutschen Angriffs Rumänien wesentlich zu unterstützen. Die Engländer würden, wenn es zu einer weiteren deutschen Expansion komme, in den Lauf der Dinge eingreifen. 496. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den AußenBukarest minister Nach der Ansicht des polnischen Gesandten befürchte Rumänien einen deutschen Angriff. Die militärischen Maßnahmen und die nervöse Stimmung des Landes ließen sich damit erklären. 497. 18. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den AußenBerlin minister Auf Grund gewisser Nachrichten würde sich Rumänien nicht in die ungarische Besetzung der Karpatoukraine einmischen. Die englischen 798