Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

an Rumänien, was aber nicht ernst genommen worden sei. In der Ordnung der karpatoukrainischen Frage sähe er die Möglichkeiten einer ungarisch-rumänischen Annäherung. Der Gesandte meine, die Rumänen hielten die Zugehörigkeit der Karpatoukraine für eine noch unerledigte Angelegenheit, und es sei ihres Erachtens nicht ausge­schlossen, daß die Deutschen ihre Hand auf dieses Gebiet legen. 473. 16. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außen­Belgrad minister Von Seiten der linken Belgrader Jugend sei es zu heftigen Demonstra­tionen gegen die Deutschen und obendrein gegen Frankreich gekom­men, da es die Tschechoslowakei im Stich gelassen hätte. Die Öffent­lichkeit befürchte eine deutsche Expansion gegen Jugoslawien und eventuell einen ungarisch-rumänischen Zusammenstoß. Auf die Kroaten hätten die Ereignisse angeblich ernüchternd gewirkt, so daß sie geneigt seien, sich mit Belgrad zu einigen. 474. 16. 3. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Belgrad Der Außenminister weist den Gesandten an, er möge dem jugoslawi­schen Außenminister mitteilen, daß die Ungarn mit den Rumänen nicht über die Karpatoukraine unterhandeln. Die Rumänen hätten drei Siebenbürger Divisionen in den Kriegsstand erhoben. Zur Infor­mation des Gesandten sei gesagt, daß die ungarischen Truppen im Falle eines rumänischen Angriffs den Kampf aufnähmen. 475. 16. 3. 1939 Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem rumänischen Gesandten Budapest in Budapest Bossy und Vörnle, dem ständigen Stellvertreter des unga­rische nAußenministers Vörnle teilt mit, die ungarische Regierung werde später bereit sein, über die rumänischen Ansprüche zu unterhandeln und bäte, daß die Rumänen keine Grenzzwischenfälle provozieren. Ferner teilt er mit, daß drei Bevollmächtigte Woloschins zu Verhandlungen nach Buda­pest kämen. Nach einer Information Bossys seien Woloschin und die ganze Regierung nach Rumänien geflohen und hätten die Union mit Rumänien proklamiert. Gafencu hätte den Wunsch, die ungarische Armee möge von der Besetzung der Gebiete mit rumänischer Bevölke­rung und der Eisenbahnlinie von Kőrösmező Abstand nehmen.­476. 17. 3. 1939 Aufzeichnung des deutschen Gesandten in Budapest an den Außen­Budapest minister Der Gesandte teilt Hitlers aus 13 Punkten bestehendes Diktat an die Tschechoslowakei mit. Die bisherige Tschechoslowakei würde in Hin­kunft zum Großdeutschen Reich gehören, und als »tsche chisch­mährisches Protektorat« unter dessen Schutz stehen. 477. 17. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außen­Bukarest minister Gafencu möchte schon jetzt das von den Rumänen beanspruchte karpatoukrainische Gebiet besetzen lassen. Das von dem rumänischen Gesandten in Budapest als rumänischer Anspruch bezeichnete Gebiet sei bei weitem größer als das von der rumänischen Regierung ange­gebene. Bezüglich des Unterschiedes werde er nur auf eine besondere Anweisung vom Außenminister Aufklärung verlangen. 478. 17. 3. 1939 Telephonisches Chiffretelegramm des ungarischen Konsuls in Bratislava Bratislava an den Außenminister Der slowakische Außenminister halte es für den Tatsachen nicht ent­sprechend, daß Hitler den Schutz der Slowakei übernimmt. Im Rahmen der Berliner Verhandlungen sei nur von den Grenzen der Slowakei und der Proklamation seiner Unabhängigkeit die Rede gewesen. 795

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