Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

303. 8. 2. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Berlin In Verbindung mit den Wahlen in der Karpatoukraine sei mit ernsten Unruhen zu rechnen. Er ersuche um Antwort auf die Fragen, ob die deutsche Regierung im Falle einer militärischen Intervention Ungarns ein Auge zudrücken würde; unter welchen Bedingungen man einer dauerhaften Besetzung zustimmen würde; welchen Standpunkt Deutschland einnehmen würde, wenn auch Polen die ungarische Aktion unterstützte oder ob man meinte, es sei zweckmäßiger, die Aktion ohne Polen durchzuführen. In Anbetracht der endgültigen Zugehörigkeit des Gebietes könnte eine Volksabstimmung folgen. 304. 8. 2. 1939 Antwortnote der tschechoslowakischen Regierung an die ungarische Prag Regierung Die tschechoslowakische Regierung hoffe, daß es den offiziellen Organen gelingen werde, ein Licht auf den Grenzzwischenfall von Ungvár zu werfen und die Frage zu liquidieren. Nach den bisherigen Feststellungen seien ungarische Zivilisten an der Demarkationslinie erschienen. Die tschechoslowakische Regierung ersuche um die strenge Kontrolle der Vorschrift, daß sich bewaffnete Zivilisten der Demarkationslinie nur bis zu 1500 m nähern dürften. 305. 8. 2. 1939 Richtlinien des ungarischen Außenministers zu dem mit der Tschecho­Budapest Slowakei abzuschließenden Minderheitenvertrag Es bedürfe eines Abkommens, das sich erfolgreich im Interesse des Ungartums Siebenbürgens und Jugoslawiens heranziehen läßt. Man müsse erzielen, daß das Ungartum in der Tschechoslowakei als Volks­gemeinschaft eine Organisation erhalte. Das Abkommen soll übrigens nur auf die slowakische und ukrainische Bevölkerung der rückgeglie­derten Gebiete bezogen werden —, damit die Slowaken und Deutschen des Mutterlandes nicht ähnliche Forderungen stellen. 306. 8. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Budapest Litwinow hätte den Gesandten über den Beschluß der sowjetischen Regierung verständigt, laut welchem diese die diplomatischen Bezie­hungen mit Ungarn in ihrer bisherigen Form abzubrechen gedächte. Sie halte es für überflüssig, in Moskau und Budapest Gesandtschaften aufrechtzuerhalten und wünsche die diplomatischen Beziehungen durch den Gesandten in der Hauptstadt eines dritten Staates abzu­wickeln. Der Gesandte meldet, er hätte neuerdings betont, daß der Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt nicht gegen die Sowjet­union gerichtet sei, bezeichnet den sowjetischen Schritt Ungarn gegen­über als unverständlich; dies um so mehr, weil sich die Sowjetunion den Großmächten gegenüber, die Mitglieder des Antikominternpaktes sind, nicht so verhalten hätte. Der Gesandte rät der ungarischen Regierung, den Konflikt nicht zuzuspitzen, um nicht etwa einen Bruch mit der Sowjetunion herbeizuführen. 307. 9. 2. 1939 Telephonischer Bericht des ungarischen Gesandten in Prag an den Prag Außenminister Am 28. Oktober 1938 sei in der Karpatoukraine die Tätigkeit sämtli­cher politischer Parteien suspendiert worden. Der konstituierte ungarische Nationalrat hätte seine Tätigkeit bisher nicht entfaltet. Die karpatoukrainische Regierung äußerte sich dahingehend, daß sie stets bereit sei, die ihr durch den Rat unterbreiteten Probleme einer Lösung zuzuführen. 308. 9.2. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­Rom minister Ciano hätte die dem italienisch-sowjetischen Handelsvertrag gewidme­ten Pressemitteilungen abstellen lassen. Die Beurlaubung des italieni­772

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