Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
296. 6. 2. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Legationsrates in Belgrad an den Belgrad Außenminister Der Legationsrat teilt mit, daß die ungelöste kroatische Frage die Regierungskrise heraufbeschworen habe. Macek hätte als Bedingung der Einigung mit dem Prinzregenten Paul neben freien Wahlen gefordert, daß Stojadinovió fallen gelassen, und eine provisorische Regierung gebildet werde, Forderungen, die der Prinzregent endlich auch akzeptierte. 297. 6. 2. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Berlin Der Außenminister teilt mit, daß sich die Demonstration gegen Moskau zumindest darin äußern müßte, daß dia Botschafter der deutschen, italienischen und japanischen Regierung in Moskau beurlaubt würden. Die sowjetische Regierung hätte das Ziel, die kleinen Staaten vor dem Beitritt zum Antikominternpakt abzuschrecken; die Achsenmächte sollten für die Länder, die ihnen zur Seite stehen, Stellung nehmen 298. 7. 2. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen' Berlin minister Der Gesandte meldet, er hätte beim deutschen Staatssekretär des Äußeren die demonstrative Beurlaubung des deutschen Botschafters in Moskau und die Betonung dieser Tatsache in der Presse beantragt. 299. 7. 2. 1939 Tagesbericht über die Unterredung des tschechoslowakischen Gesandten Budapest Kobr mit Vörnle, dem ständigen Stellvertreter des ungarischen Außenministers Kobr drückt sein Bedauern über den neuen Grenzzwischenfall aus, der die Herstellung guter Beziehungen zwischen den beiden Ländern störe. Vörnle schiebt die Verantwortung den Tschechoslowaken in die Schuhe. Kobr erkundigt sich, ob die ungarische Regierung die gemeinsame polnisch-ungarische Grenze zu verwirklichen gedenke. Vörnle antwortet: »Gegenwärtig nicht«. 300. 7. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Die polnische Öffentlichkeit sei nach wie vor mit der Haltung Ungarns in der karpatoukrainischen Frage unzufrieden. Sie halte die ungarische Politik für eine Folge der deutschen. Dem Gesandten sei es bisher nicht gelungen, die allgemeine Stimmung zu ändern. Er hätte vielfach betont, daß für den gegenwärtigen Stand des karpatoukrainischen Problems auch Polen verantwortlich sei. Außer der individuellen Überzeugung halte er die schnelle Umstimmung der allgemeinen Meinung auch mit anderen Mitteln für notwendig. 301. 7. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Der Gesandte meldet die Informationen, die er von einem Göring nahestehenden Bekannten erhalten hatte: Die tschechoslowakische Frage sei noch nicht gelöst, die Liquidierung des Staates noch im April dieses Jahres wahrscheinlich; in bezug auf den Danziger Korridor zeige Beck wenig Verständnis, zum Schluß werde Deutschland eine hundertprozentige Lösung erzwingen. Deutschland wünsche jedoch in diesem Jahr keinen Krieg mit den Westmächten vom Zaun zu brechen, und auch Mussolini bremst. Die jugoslawische Regierungskrise hätte tiefen Eindruck auf Göring gemacht. Im Zusammenhang mit den ungarisch-rumänischen Beziehungen betonte der Gesandte den Schutzcharakter der Karpaten im Osten. 302. 8 2. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den AußenBerlin minister Der französische Botschafter hätte den Eindruck, Deutschland wünsche in diesem Jahre Frieden. Der Gedanke einer Konferenz mehrerer Großmächte sei von Ribbentrop zurückgewiesen worden. 49* 771