Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

die deutsche Regierung sowie über die allgemeine Lage geäußert. Er verurteilte die Gerüchte, die sich auf Hitlers nächste Aggression bezogen. Seines Erachtens hätte die Haltung Schuschniggs die An­nexion Österreichs provoziert, und auch die übrigen Krisen hätten ihre Ursache gehabt. Aus diesen Ereignissen könne man nicht darauf schließen, daß Hitler neue Krisen heraufbeschwören werde. Der aus­ländischen deutschen Propaganda schreibe er keine besondere Bedeu­tung zu. Für die nächste Zukunft sähe er keine Kriegsgefahr. 279. 1. 2. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Prag Die ungarische Regierung protestiere bei der zentralen tschecho­slowakischen Regierung, da die Woloschin-Regierung das karpato­ukrainische Ungartum unterdrücke. 280. 1. 2. 1939 Brief des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Budapest Der Außenminister spricht Ribbentrop seinen Dank für die freundli­chen Worte aus, die Hitler in seiner letzten Rede für Ungarn fand und lenkt Ribbentrops Aufmerksamkeit auf die antiungarischen Atrozi­täten in der Karpatoukraine. Der Gesandte möge fragen, ob es nicht an der Zeit wäre, die karpatoukrainische Frage in vollem Einver­nehmen mit den Deutschen zu liquidieren. Er ersuche Ribbentrop, daß ein reichsdeutscher Beobachter in die Slowakei berufen werde. Ferner möge er den Außenminister dahingehend beruhigen, daß die Verstärkung der ungarischen Garnisonen an der rumänischen und karpatoukrainischen Grenze durchaus nicht mit aggressiver Absicht geschehen sei. 281. 1. 2. 1939 Meldung János Esterházys an den ungarischen Außenminister Budapest Esterházy beschreibt die Stimmung der Einwohnerschaft der Zips im Hinblick auf ihre Sympathie für Ungarn bzw. Deutschland. Er kenn­* zeichnet ferner die den deutschen Interessen entsprechende Tätigkeit Karmasins in bezug auf die ungarische Frage. Endlich beantragt er, Berlin möge einen unparteilichen Beobachter in dieses Gebiet ent­senden. 282. 1. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau In Warschau entfalte die französische Botschaft Propagandatätigkeit; es werde betont, daß Ungarn gezwungen ist, sich in seiner Politik nach den Wünschen Deutschlands zu richten. Wenn es zur Angliede­rung der Karpatoukraine an Ungarn käme, so würde das der ukraini­schen Agitation gegen das befreundete Polen Raum geben; Polen würde daher richtiger handeln, wenn es danach trachtete, seine Sicherheit nicht mit Hilfe Ungarns, sondern durch Konsolidierung seiner früheren Beziehungen zu festigen. 283. 1. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Die deutsche Politik in den Monaten November und Dezember des vergangenen Jahres hätte in der polnischen Öffentlichkeit Bestürzung hervorgerufen. Die Gewalttätigkeit gegen die Tschechoslowakei, das Verhindern der Schaffung einer polnisch-ungarischen Grenze würden als gefährliche Vorbereitungen einer Aktion gegen Polen aufgefaßt. Das von den Deutschen unterstützte Großukraine-Programm steigere die Befürchtungen. Nach dem polnisch-sowjetischen Communiqué seien die Deutschen freundlicher geworden. Die Äußerungen Ribben­trops zur Vertiefung der polnisch-deutschen Beziehungen hätten beruhigend gewirkt. Polen begänne darauf zu vertrauen, daß sich die Spitze der bisher nach Osten gerichteten Achse nun nach Westen wendet, und die Deutschen sich genötigt sehen würden, gute Bezie­hungen zu ihren Nachbarn im Osten zu unterhalten. 768

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