Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

284. 1. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Moskau Die offiziellen Kreise der Sowjetunion beurteilten die Lage so, daß Hitler unter der Wirkung verschiedener zwingender Umstände die Verwirklichung seiner Pläne im Osten hinausgeschoben hätte, um die Mittelmeer- und die Kolonialfrage in den Vordergrund treten zu lassen. In der Sowjetunion hätte dieser Umstand das Gefühl einer gewissen außenpolitischen Sicherheit ausgelöst. 285. 2. 2. 1939 Telephontelegramm des ungarischen Gesandten in Moskau an den Moskau Außenminister Der Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Litwinow teilte den Beschluß der sowjetischen Regierung mit: Die Sowjetunion sperre die sowjetische Gesandtschaft in Budapest und hoffe, daß auch die ungarische Regierung den Gesandten aus Moskau abberufe. Die Moti­vierung lautet: Die ungarische Regierung sei unter fremden Einfluß geraten, die umittelbaren Gesandtschaften hätten daher keinen Sinn. Die diplomatischen Verbindungen wünsche die Sowjetunion durch Vermittlung eines dritten Staates aufrechtzuerhalten. 286. 2. 2. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Dem deutschen Botschafter in Warschau zufolge sei es darum nicht zur restlosen Befriedigung der ungarischen Wünsche gekommen, weil Ungarn anläßlich der tschechoslowakischen Krise nicht geneigt ge­wesen wäre, mit Deutschland zu kooperieren. Ungarn sei während zweier Jahrzehnte nicht imstande gewesen, die slowakische Frage zu lösen; bei den Slowaken sei die Antipathie gegen Ungarn groß. Was die Karpatoukraine betrifft, so führe Ungeduld nicht ans Ziel. Dank den Unterhandlungen Ribbentrops in Warschau hätten sich die deutsch-polnischen Beziehungen gemildert, Deutschland beschäftige sich nicht mit der Frage der Großukraine. Deutschland trachte auch weiterhin, in den Besitz von Kolonien zu gelangen. Der Botschafter wisse darüber Bescheid, daß sich Polen mit einer selbständigen Lösung der karpatoukrainischen Frage befaßt, es frage sich nur, ob es in diesem Fall Gebiete an Ungarn abtreten würde. Der Gesandte teilt ferner mit, daß der französische Botschafter in Warschau mit seinem Besuch bei Ribbentrop zum Ausdruck bringen wollte, daß Frank­reich in bezug auf die deutsch-polnischen Beziehungen nichts ein­zuwenden habe. Horthy betonte, daß Ungarn unbedingt an Deutsch­land glaube. Die Ungeduld in bezug auf die karpatoukrainische Frage sucht er unter Berufung auf Bemerkungen Hitlers zu erklä­ren, nach denen man historische Aufgaben nicht den nächsten Generationen überlassen könne. 287. 3. 2. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Berlin Litwinow hätte dem ungarischen Gesandten in Moskau mündlich mit­geteilt, daß die Sowjetunion mit Ungarn, das unter fremdem Einfluß stehe, die diplomatischen Beziehungen in ihrer bisherigen Form nicht aufrechtzuerhalten gedenke und den sowjetischen Gesandten aus Budapest abberufe. Sztójay möge bei der deutschen Regierung eine Demonstration gegen Moskau erwirken. 288. 3. 2. 1939 Telegramm des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Moskau Nach dem Kommentar der TASS im Zusammenhang mit der Liqui­dierung der sowjetischen und ungarischen Gesandtschaften hätte Ungarn seine Selbständigkeit eingebüßt; der Antikominternpakt diene aggressiven Zielen; der Beitritt Ungarns ließe sich nicht mit ungari­schen Interessen begründen, infolgedessen sei er dem Land von außen her aufgezwungen worden, so daß direkte diplomatische Be­ziehungen künftig sinnlos wären; diese könnten durch Vermittlung eines dritten Staates aufrechterhalten werden. 49 Magyarország külpolitikája 769

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