Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

220. 14. 1. 1939 Bericht des ungarischen Militärattaches in Prag an den Generalstabschef Prag Mitteilungen des deutschen Obersten Toussaint: Das Schicksal des tschechoslowakischen Staates sei noch nicht endgültig entschieden — entweder würde er ein deutscher Vasallenstaat, oder es käme zu seiner Einverleibung. Die tschechoslowakische Armee könnte höchstens unter deutscher Kontrolle, in beschränkter Gesamtzahl erhalten bleiben. Die Unterredung zwischen Hitler und Beck sei vom Gesichtspunkt der Ausbildung freundschaftlicher deutsch-polnischer Beziehungen erfolgreich gewesen. Sollte Frankreich nicht nachgeben, so sei im Frühjahr mit einem italienisch-französischen Krieg zu rechnen. Deutsch­land harre an Italiens Seite aus. Rumänien hätte wegen der Er­mordung Codreanus die Sympathie der Deutschen eingebüßt. Un­garn möge vorläufig seine slowakischen, karpatoukrainischen und ju­goslawischen Revisionsbestrebungen aufgeben und den Schwerpunkt seiner Politik auf die Wiedergewinnung Siebenbürgens verlegen. 221. 14. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Beck und Hitler hätten in Berchtesgaden auch über die Frage der Karpatoukraine und der Großukraine unterhandelt. Hitler hielte zwar das ukrainische Problem für nicht aktuell, würde es aber begrüßen, wenn die Ukraine aus der Sowjetunion ausschiede. Beck hätte sich auf die Unabtrennbarkeit der von Ukrainern besiedelten polnischen Gebiete berufen und die gemeinsamen polnisch-ungarischen Interessen der Karpatoukraine dargelegt. Hitler hätte erklärt, östlich der Brün­ner Linie keine Aspirationen zu haben; in bezug auf das Memel-Gebiet hätte er einen Standpunkt vertreten, der die Polen befriedigte. 222. 14. 1. 1939 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Moskau an Moskau den Außenminister In bezug auf den geplanten Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt hätte der Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Litwinow eine neue Note überreicht, in der er auf die Argumente der ungarischen Regierung antwortet: Der Antikominternpakt bemäntle nur die Aggression; Litwinow warne vor den Folgen des Beitritts. Der Schritt der Sowjetunion sei keine Drohung, sondern eine wohlgemeinte Warnung. 223. 14.1.1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin In dem Bericht ist von der deutsch-tschechischen Übereinkunft in bezug auf die durch das Gebiet der Tschechoslowakei anzulegende Reichsautobahn die Rede. 224. 14. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Der Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt und die Anerkennung des Marionettenstaates Mandschukuo hätten in Rom den besten Ein­druck gemacht. Ciano halte den Austritt Ungarns aus dem Völkerbund für sicher. 225. 14. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ziel der geplanten Reise Ciános nach Jugoslawien sei die Verbesserung der ungarisch-jugoslawischen Beziehungen. Stojadinovic fehle es nicht an gutem Willen. Die Jugoslawen suchten die Bedeutung der Begegnung des Prinzregenten Paul mit dem rumänischen König Karl herabzumindern. Nach Ciano müsse Ungarn die Empfindlichkeit Rumäniens berücksichtigen; Rumänien sei mit der Zeit ein ähnliches Los beschieden wie der Tschechoslowakei. Deutschland benötige das rumänische Petroleum, und daran sei auch Italien interessiert. Die Rumänen böten sich ständig Italien an, doch nähmen die Italiener einen reservierten Standpunkt ein, solange die ungarisch-rumänischen Beziehungen nicht geregelt sind. 759

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