Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
226. 15. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau In Prag hätten sich Gerüchte über eine polnisch-tschechische Annäherung verbreitet, welche Gerüchte aber aus der Luft gegriffen seien. Die Leiter des polnischen Außenministeriums hielten die Tschechoslowakei für nicht lebensfähig, und auch die Slowaken wünschten sich völlig unabhängig von Prag zu machen. 227. 15. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den AußenBelgrad minister Nach dem jugoslawischen Staatssekretär des Äußeren stehe der baldigen ungarisch-jugoslawischen Vereinbarung kein wesentliches Hindernis im Weg. Auf Rumänien aber, den Verbündeten Jugoslawiens, müsse er Rücksicht nehmen, darum wäre es wünschenswert, unter Mitwirkung der ungarischen Regierung eine solche Lösung zu finden, daß sich Rumänien mit der Idee der ungarisch-jugoslawischen Annäherung abfinde. 228. 15. 1. 1939 Bericht des ungarischen Konsuls in Bratislava an den Außenminister Bratislava Mit der Bestimmung der wirtschaftlichen Werte der Karpatoukraine hätte Deutschland mehrere Gelehrte betraut, die — angeblich — diese Gebiete für Deutschland als wertlos bezeichneten. Auch was die geplante Autostraße nach dem Osten betrifft, hielten sie es für zweckmäßiger, wenn sie durch Polen oder Ungarn angelegt werde. 229. 15. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Nach dem Staatssekreätr des Äußeren Andric hätte man in Belgrad die Absicht Ungarns, dem Antikominternpakt beizutreten, verständnisvoll aufgenommen. Jugoslawien befasse sich nicht mit einem ähnlichen Gedanken. 230. 17. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers über seine Verhandlungen in Berlin Deutschland Der Außenminister bespricht in allen Einzelheiten seine Unterredungen mit Hitler und Ribbentrop. Die deutschen Staatsmänner hätten betont, sie wollten Frieden, eventuell über Jahre hinaus; darum achteten sie darauf, daß es in Europa zu keinem ernsten Zwischenfall komme. Mit Ungarn strebten sie — insofern ihnen die jeweiligen Pläne im voraus mitgeteilt würden — nach engster Zusammenarbeit. Eine Lösung der ukrainischen Frage sei nicht zeitgemäß; diese würde — wenn es dazu käme — mit Ungarn und Polen gemeinsam gelöst werden. Die Deutschen seien für ein starkes Ungarn, da es im Süden unsichere Nachbarn hätte. Sie sähen es gerne, wenn Ungarn mit Jugoslawien und Rumänien einen modus vivendi fände. Über die Unterhandlungen mit den Jugoslawen erbäten sie Informationen. Es wäre wünschenswert, die deutschen wirtschaftlichen Unterhandlungen je früher anzusetzen. Den Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt hielten sie für bedeutungsvoll. Sie warteten auf den Austritt Ungarns aus dem Völkerbund (den Csáky für Mai in Aussicht stellte). Für einen entsprechenden Widerhall in der Presse und die Beseitigung der Agitation im Innern Ungarns würden sie Sorge tragen. Hitler und auch Ribbentrop seien geneigt, in der Geschichte der ungarischdeutschen Beziehungen ein neues Blatt zu eröffnen und sich mit den jeweiligen Fragen vertrauensvoll, unter Berücksichtigung der wechselseitigen Interessen, zu beschäftigen. Die Regierung Imrédys wünschten sie zu unterstützen und beanstandeten das Verhalten Bethlens und der Opposition. 231. 17. 1. 1939 Bericht des Leiters der diplomatischen Vertretung beim Völkerbund an Genf den Außenminister Der Austritt Ungarns aus dem Völkerbund würde nur in der Schweiz, in England und in den Vereinigten Staaten eine ungünstige Wirkung hervorrufen. Auf finanziellem Gebiet sei nicht mit ernsten Schwierigkeiten zu rechnen. 760