Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

171. 172. 2. 1. 1939 Bukarest 2. 1. 1939 Warschau 173. 3. 1. 1939 Warschau 174. 3. 1. 1939 London 175. 3. 1. 1939 Warschau 176. 3. 1. 1939 Budapest 177. 3. 1. 1939 Paris Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Der Gesandte meldet die Gerüchte, die im Zusammenhang mit der Abberufung des deutschen Gesandten Fabricius in Bukarest umlaufen. Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Warschau an den Außenminister Der leidenschaftliche ungarnfreundliche Ton der polnischen Presse hätte sich mit einem Mal geändert. Es hieße, Ciano hätte anläßlich seines Besuches in Budapest die ungarische Regierung endgültig von der Idee einer gemeinsamen ungarisch-polnischen Grenze abgebracht. Polen verharre auch weiter bei seinem Standpunkt. Die Stimmung in Polen hätte sich Ungarn gegenüber verschlechtert. Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Warschau an den Außenminister Der ukrainischen Frage wegen sei mit einer Verschlechterung der polnisch-deutschen Beziehungen zu rechnen. Polen trachte, das er­kaltete Bündnis mit Frankreich zu festigen, da die Sowjetunion für den Fall, daß in den polnisch-deutschen Beziehungen eine ungünstige Wendung eintreten sollte, als entsprechendes Gegengewicht nicht in Betracht käme. Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister In Beantwortung des im vorliegenden Band veröffentlichten Schrift­stückes Nr. 155 teilt der Geschäftsträger mit, es bestünden in der englischen Relation keinerlei Umstände, die die geplanten politischen Schritte der ungarischen Regierung entscheidend beeinflussen könn­ten. Nach seiner Information wäre es Chamberlain nicht unangenehm, wenn es zu einer Schwächung des Völkerbundes käme, für die die englische Regierung nicht verantwortlich gemacht werden dürfe. Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Warschau an den Außenminister Auch der außenpolitische Artikel in der Neujahrsnummer der Gazeta Polska enthalte einen Gedanken, den schon der Leiter der politischen Abteilung im polnischen Außenministerium in der jüngsten Vergan­genheit ausgesprochen hätte, daß nämlich Polen die karpatoukraini­sche Frage auf eigene Faust lösen werde, insofern dies seine vitalen Interessen erheischen sollten. Tagesbericht über die Unterredung des italienischen Gesandten Vinci mit dem ungarischen Außenminister Csáky Vinci teilte mit, Ribbentrop genehmige, daß Ungarn dem Antikomin­ternpakt beitrete. Csáky wies darauf hin, daß nach dem Grundstatut neue Staaten nur dann dem Pakt beitreten könnten, wenn sie zu diesem Schritt aufgefordert würden. Das sei jedoch bisher weder von deutscher noch von italienischer Seite geschehen. Die ungarische Regierung hätte den Austritt aus dem Völkerbund beschlossen, wünsche aber den Zeitpunkt hierfür selbst zu bestimmen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Paris an den Außen­minister In Beantwortung des in diesem Band veröffentlichten Schriftstücks Nr. 155 teilt der Gesandte mit, daß der Beitritt Ungarns zu einem antibolschewistischen Pakt einen ungünstigen Eindruck auf die Franzosen machen würde. Man würde nicht glauben, der Beitritt bezwecke nur einen gemeinsamen Kampf gegen den Kommunismus; man befürchte vielmehr, daß der Beitritt eher mit geheimen Abkom­men gegen Frankreich, England und die Vereinigten Staaten zusam­menhänge. 752

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