Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
erleichtert würde. Er seinerseits hielte es für angezeigt, wenn sich das Siebenbürger Ungartum mit einem unerfüllbaren Ansuchen an den Völkerbund wendete, so daß man sich dann darauf berufen könne, Genf verteidige nicht die Interessen der ungarischen Minderheit. 157. 27. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Moskau Die Leiter der sowjetischen Außenpolitik verfolgten besorgt die Verhandlungen der vier europäischen Großmächte und nähmen es übel, daß sich Frankreich und England nicht für die Teilnahme der Sowjetunion an denselben einsetzten. Die Kapitulationspolitik würde von der Sowjetunion dem englischen Ministerpräsidenten zugeschrieben. Die deutsch-französische Erklärung hielte man in der Sowjetunion für wertlos, die Deutschen verletzten sie, wie sie es bei der Tschechoslowakei getan hätten. Trotz der Erklärung ermutige Deutschland die Italiener sie mögen ihre Gebietsansprüche betonen. Daladier und seine Regierung bereiteten, der sowjetischen Presse gemäß, ein zweites Sedan vor. 158. 27. 12. 1938 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Moskau an Moskau den Außenminister Nach dem Besuch Ciános in Budapest seien die politischen Kreise in Moskau bzw. die sowjetische Presse der Ansicht, daß die Achse BerlinRom von gegensätzlichen Kräften beeinflußt werde. Zur Kompensierung der deutschen Expansion nach Osten und Südosten wünsche Mussolini die Achse Rom — Warschau — Budapest zu schaffen, ein Plan, der am Widerstand der Deutschen scheiterte. Nunmehr bemühe sich Mussolini, den Block Rom —Belgrad — Budapest zustandezubringen, der mit der Achse Berlin —Rom inkompatibel sein würde. Mißmutig sähe Deutschland den Vorstoß des italienischen Einflusses in Ungarn und bemühe sich, diesen einzudämmen. Die sowjetische Presse äußere sich schonungsvoll Ungarn gegenüber; die sowjetische Politik sei eher gegen die Deutschen als gegen die Italiener gerichtet. 159. 28. 12. 1938 Tagesbericht über die Unterredung des italienischen Gesandten in BudaBudapest pest Vinci mit dem ungarischen Außenminister Csáky Der italienische Gesandte in Budapest betrieb den Beitritt Ungarns zum Antikominternpakt oder zumindest die Publikmachung einer solchen Absicht. Csáky halte das ohne eine vorherige Besprechung mit den Deutschen für undurchführbar. 160. 28. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris In Frankreich glaube man nicht, daß die Italiener ihre Forderungen mit Waffengewalt zu verwirklichen gedächten, doch stifteten diese Forderungen Unruhe. Nach vielen Widersprüchen hätte sich Chamberlain über die Haltung Englands im Falle eines italienisch-französischen Konflikts dahingehend geäußert, daß eine italienische Aktion gegen Tunis im Gegensatz zum englisch-italienischen Vertrag stünde. Der französische Außenminister Bonnet hätte ausdrücklich betont, daß die Franzosen nicht geneigt seien, den Italienern Gebiete abzutreten. 161. 28. 12. 1938 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Warschau Warschau an den Außenminister Kobylanski halte es für bedauerlich, daß die ungarische Regierung die Absicht habe, den Eisenbahnverkehr in die Karpatoukraine aufzunehmen. Wenn der Verkehr noch einen Monat stillstünde, wäre der Lebensmittelmangel daselbst so groß, daß er chaotische Verhältnisse nach sich zöge. 162. 29. 12. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Konsul in Budapest Bratislava Die ungarische Regierung werde in der Angelegenheit des Zwischenfalls in Nagysurány eine strenge Untersuchung einleiten. Tiso trachte zu erreichen, daß die Radio- und Pressehetzen gegen Ungarn ein Ende nähmen. 750