Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
137. 12. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Trotz der Rede Ciános vom 30. November und der mit dieser zusammenhängenden Demonstrationen glaube die französische Öffentlichkeit nicht, daß Italien seine Forderungen gewaltsam geltend machen wird. Die Franzosen hielten ihre kontinentalen Grenzen für unangreifbar. Sollte Italien dennoch seine Streitkräfte einsetzen, so würde das unbedingt zum Krieg führen. 138. 14. 12. 1938 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Berlin an Berlin den Außenminister Nach den Informationen über den deutschen Südostraum-Plan würde die Tschechoslowakei einen Teil des deutschen Protektoratgebietes bilden, und ihre Armee wäre nur dazu berufen, die Landesgrenzen zu verteidigen. Deutschland dächte auch an ein wirtschaftliches Abkommen mit der Tschechoslowakei. Es billige die Separatistenbewegung der Slowaken und wünsche einen ukrainischen Staat zu verwirklichen; darum sei es auch bestrebt, Ungarn zum Verzicht auf die Karpatoukraine zu bewegen. 139. 14. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Nach Alexander Cadogan bestehe sehr wenig Aussicht auf eine Sicherung des Weltfriedens. Die Deutschen legten kein Verständnis für die Übereinkommen bevorzugende Politik der englischen Regierung an den Tag. Gegen neue Gewaltakte Deutschlands würde England auftreten. Die Prätentionen der Italiener seien ein gefährliches Spiel. Man würdige Ungarns Geduld und erkenne seine Schwierigkeiten an. Der ungarische Gesandte vertrete die folgende Meinung: sollte statt Chamberlain die gegenwärtige Opposition zur Macht gelangen, so würde dadurch die englische Politik in die entgegengesetzte Richtung gelenkt. 140. 14. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Der Gesandte spricht von der Aufnahme, die dem französisch-deutschen Abkommen in Polen zuteil wurde, wobei er die Kommentare der verschiedenen Blätter anführt. Er stellt fest, daß das Abkommen im allgemeinen günstig aufgenommen wurde. 141. 14. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Der deutsche Botschafter in London informiert über die Verschlechterung der englisch-deutschen Beziehungen. Die Aussichten auf einen Ausbau der freundschaftlichen Beziehungen, die sich nach München eröffneten, seien zerronnen. Charakteristisch für die deutschfeindliche Stimmung sei, daß sogar Lord Londonderry in scharfen Worten gegen die kolonialen Forderungen Deutschlands loszog. 142. 14. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Nach verläßlichen Informationen hätten die Polen nach dem Gesinnungswechsel der Slowaken ihre Gebietsansprüche gegenüber der Slowakei in erhöhtem Maße geltend gemacht. Im Zusammenhang damit hätte Tiso dem polnischen Konsul in Bratislava erklärt, er werde Hitler um Hilfe gegen die Polen bitten. Die Polen, die sich dadurch verletzt fühlten, erteilten ihren Truppen den Befehl, jeden Widerstand aufs energischste niederzuschlagen. 143. 15. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Auf Grund von Informationen würden die außenpolitischen Pläne Chamberlains durch die franzosenfeindliche Einstellung der Italiener aufs ungünstigste beeinflußt. Der Widerstand gegen Chamberlains geplante Romreise sei groß. Die Politik einer englisch-deutschen Annäherung würde durch die antienglischen Äußerungen Hitlers verhindert. Chamberlains Position sei ins Wanken geraten. 747