Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

144. (16.)12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Berlin Berlin an den Außenminister In der Angelegenheit des Zwischenfalles von Mecenzéf hätte der ungarische Geschäftsträger die Richtigstellung der von der deutschen Presse mitgeteilten Nachrichten, die den Tatsachen nicht entsprechen, betrieben. 145. 16. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ciano erörterte die Beweggründe der italienisch-deutschen Freund­schaft und die Stärke der Achse. Die deutschen Verhandlungen in Paris hätten keinerlei Bedeutung. Die englisch-italienischen Bezie­hungen besserten sich erfreulicherweise. Ungarn könnte stets mit der Unterstützung Italiens rechnen. 146. 16. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Lagebericht des Gesandten: Das Hauptstreben der englischen Regie­rung im Augenblick der tschechoslowakischen Krise sei auf die Ver­hinderung eines Weltkrieges gerichtet gewesen; die Engländer hätten die schnelle Lösung der ungarischen Gebietsfrage auf ethnographischer Grundlage befürwortet, seien aber nicht geneigt, andere Faktoren, wie strategische, wirtschaftliche sowie Selbstbestimmung usw. anzuer­kennen. Sie hätten das Münchener Abkommen, diese Rettung des Weltfriedens, begrüßt. England sei militärisch noch nicht fertig und werde sich hüten, in europäische Probleme einzugreifen, die nichts mit englischen Interessen zu tun haben; in 1 — 2 Jahren jedoch werde es die nötigen Vorbereitungen getroffen haben und seine Stimme ver­nehmen lassen. Die Verhinderung der deutschen Expansion sei der Wunsch aller. England sympathisiere mit Ungarn, wecke jedoch bloß geringes politisches Interesse; würde sich aber der deutsche Einfluß verstärken, oder sollte sich Ungarn gänzlich an die Seite Deutschlands stellen, so würde die Sympathie schwinden. Mit einer direkten politi­schen Unterstützung von Seiten Englands sei gegenwärtig nicht zu rechnen. 147. 16. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ciano freue sich über die Einladung des Reichsverwesers. Anläßlich seiner Begegnung werde er den Rat geben, Ungarn möge engere und freundschaftlichere Beziehungen zu Jugoslawien ausbauen. Die auf der Achse beruhende ungarische Politik würde sich seines Erachtens vervollständigen, wenn Ungarn dem Antikominternpakt beitreten und aus dem Völkerbund ausscheiden würde. Der italienische Außen­minister hätte die Nachrichten über die Lockerung der italienisch­deutschen Beziehungen dementiert. 148. 16. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau Die diplomatischen Kreise von Warschau rechneten mit weiteren Aktionen Deutschlands. Die Kollegen des ungarischen Gesandten seien der Meinung, England und Frankreich ließen Deutschland, um es von seinen Kolonialforderungen abzulenken, freie Hand in Mittel­und Osteuropa. In bezug auf die Frage, wo mit der deutschen Aktion zu rechnen sei, gingen die Meinungen auseinander. Man vermute in Rumänien oder in Polen bzw. rechne mit der Verwirklichung eines ukrainischen Staates. Am wahrscheinlichsten sei es in Rumänien. Man vertrete allgemein die Ansicht, Hitler werde es nicht wagen, Polen anzugreifen. Die Deutschen in Warschau rechneten mit einer Verschlechterung der deutsch-polnischen Beziehungen. 149. 17. 12. 1938 Bericht des ungarischen Militärattaches in Bukarest an den General­Bukarest stabschef Nach den Informationen des Militärattaches hätte sich König Karl anläßlich seiner Unterredung mit Hitler über die in Rumänien ansässi­748

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