Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
hätte niemals in London eine Neutralitätserklärung abgegeben. Der Gesandte stellt in Abrede, daß Ungarn an der Stärke der Achse zweifelte. Der ungarische Gesandte bezeichnet die Behauptung, daß die gemeinsame polnisch-ungarische Grenze die Schaffung eines ungarisch-polnisch-rumänischen deutschfeindlichen Blockes bezwecke, als eine Brunnenvergiftung der feindlichen Presse. Die Karpatoukraine bilde gegenwärtig einen Verbindungskorridor für den Kommunismus und eventuell später für den Panslawismus von Moskau bis Prag; um nun diesen Korridor abzusperren, gälte es, das Gebiet der Karpatoukraine zu besitzen. Die Budapester Flüsterpropaganda gegen den Wiener Schiedsspruch stamme aus jüdischen und philosemitischen Kreisen, Imrédy trete energisch dagegen auf, die ungarische Regierung und das ungarische Volk nähmen an derartigen Dingen nicht teil. 132. 10. 12. 1938 Brief des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Budapest Der Außenminister teilt mit, er würde binnen kurzem in Deutschland mit deutschen und in Ungarn mit italienischen zuständigen Persönlichkeiten verhandeln, bis dahin könne er in bezug auf die Karpatoukraine nichts Näheres sagen; er gäbe die bisherigen Pläne nicht auf, ändere bloß die Taktik und suche die Frage in gutem Einvernehmen mit den Achsenmächten zu lösen. 133. 10. 12. 1938 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Bukarest an Bukarest den Außenminister Der rumänische Außenminister informierte auch den ungarischen Gesandten in Bukarest über die Deutschlandreise König Karls. Im Gegensatz zu der Information, die er dem polnischen Gesandten zu einem früheren Zeitpunkt gegeben hatte, betonte er jetzt nicht, daß Hitler für den Status quo der rumänischen Grenzen sei; er hätte nur erklärt, Deutschland habe Rumänien gegenüber keinerlei Gebietsaspirationen, insofern sich die Lage der deutschen Minderheit Rumäniens befriedigend gestalte. Er hätte noch verlauten lassen, daß sich Deutschland nur für die deutsche Minderheit Rumäniens interessierte, sich aber in die Innenpolitik Rumäniens nicht einmischen wollte. Dem italienischen Gesandten zufolge hätte König Karl, gestützt auf diese Äußerung Hitlers, die Eiserne Garde liquidiert, ein Vorgehen, das von der deutschen Presse sehr scharf angegriffen wurde. 134. 10. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Der Besuch Ribbentrops in Paris sei ohne jeden Zwischenfall verlaufen, obwohl die Pariser politischen Kreise Protestkundgebungen befürchtet hätten. Es sei zur Unterzeichnung der französisch-deutschen Deklaration gekommen. Von Kolonialfragen wäre nicht die Rede gewesen. Angeblich wolle man mit der Sicherung der tschechoslowakischen Grenzen zuwarten, bis sich Polen und Ungarn erklärten. Die deutsche Regierung betrachte die französisch-italienischen Gegensätze als eine Frage, die die beiden Staaten untereinander zu regeln hätten. Die französische Regierung sei mit dem Ergebnis der französisch-deutschen Unterredungen nicht zufrieden. 135. 10. 12. 1938 Bericht des tschechoslowakischen Gesandten in Budapest an den Budapest tschechoslowakischen Außenminister Der Bericht enthält die auf vertraulichem Wege erworbenen Nachrichten über den Rücktritt des Außenministers Kánya. Der tschechoslowakische Gesandte hätte hierüber auch persönlich mit Kánya gesprochen. 136. 12. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den AußenPrag minister Die tschechoslowakische Regierung dankt für all das, was Csáky Kobr über die künftigen Beziehungen der beiden Länder sagte. 746