Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

112. 4. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­Berlin minister Die Ermordung Codreanus habe in politischen Kreisen den größten Widerwillen gegen den rumänischen König Karl ausgelöst. Die Stel­lungnahme der ungarischen Presse für die Eiserne Garde würde guten Eindruck machen. Für die Reformpläne Imrédys sei Interesse vor­handen. 113. 5. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Nach seinen vertraulichen Informationen hätten die Engländer den Plan der Romreise Chamberlains angeregt. Die von Chamberlain er­wünschte englisch-deutsche Annäherung sei an der antienglischen Haltung Hitlers gescheitert, und darum nähere sich der englische Ministerpräsident augenblicklich um so intensiver Rom. Italien und England hätten im Mittelmeer und in Afrika viele gemeinsame Interes­sen. Die antifranzösische Politik der Italiener sei jedoch von störender Wirkung auf eine englisch-französische Annäherung. 114. 5. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Warschau In Warschau werde darüber gemunkelt, daß die polnische Regierung die karpatoukrainische Frage auch ohne Ungarn, im Notfall auch durch eine militärische Aktion lösen würde. Der Leiter der politischen Abteilung im polnischen Außenministerium gäbe zu, solche Äußerun­gen getan zu haben, doch hätte er stets betont, es würde nur dann zu einer militärischen Aktion kommen, wenn die Sache schlimmer würde, und die vitalen Interessen Polens gefährdet seien. 115. 6. 12. 1938 Telephonchiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Berlin Außenminister Der Gesandte meldet, Ribbentrop halte eine reifliche Aussprache mit dem Ministerpräsidenten oder eventuell mit dem neuen Außen­minister über die in letzter Zeit beobachteten ungarisch-deutschen Mißverständnisse für wünschenswert. Seines Erachtens wäre es zweck­mäßig, wenn sich einer der beiden zu einem Besuch in München ent­schlösse. Der Gesandte hätte die deutschfreundliche Gesinnung der ungarischen Regierung und des Reichsverwesers betont. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Kobylanski erkundigte sich, welche Antwort die ungarische Regierung auf die deutsche und italienische Note gegeben hätte. Seines Erachtens ermögliche die Note, daß Ungarn auf einer Lösung des karpatoukrai­nischen Problems auf anderen Grundlagen bestehe. Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Bukarest an den Außenminister Nach den Informationen über das Zusammentreffen des rumänischen Königs Karl mit Hitler hätte man sich in bezug auf die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen Rumäniens und Deutschlands geeinigt; Hitler hätte erklärt, er wünsche die rumänische Innenpolitik in keiner Weise zu beeinflussen; Karl hätte versprochenen deutschfeindlichen außenpolitischen Kombinationen nicht teilzunehmen; Hitler hätte dagegen die gegenwärtigen Grenzen Rumäniens anerkannt. 118. 6. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Die englische Regierung habe, was die deutschen Kolonialforderungen betrifft, bisher noch keinen einhellig abschlägigen Standpunkt ein­genommen. Unter der Wirkung der gegen England gerichteten Reden Hitlers und der Judenverfolgungen in Deutschland nehme die Deutsch­feindlichkeit immer mehr zu. Der Kolonialminister hätte im Unterhaus unumwunden erklärt, Großbritannien sei nicht geneigt, anderen Staaten Gebiete zu überlassen. 116. 117. 6. 12. 1938 Warschau 6. 12. 1938 Bukarest 743

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