Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
Intervention in der Karpatoukraine denke; es sei dies ein rumänisches falsches Gerücht, dem kein Glauben geschenkt werden dürfe. 94. 28. 11. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den AußenRom minister Der tschechoslowakische Außenminister ersuchte den deutschen und italienischen Gesandten in Prag, sie mögen bei ihren Regierungen die Sicherung der tschechoslowakischen Grenzen forcieren. Nach Ciano würde Italien, wenn Deutschland dazu bereit sei, gewiß das Gleiche tun. Der karpatoukrainische Zwischenfall sei abgeschlossen, Ciano gebe den Rat, Ungarn möge diesbezüglich nichts unternehmen, da es dadurch nur in eine schwere Krise geraten würde. 95. 28. 11. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den AußenBelgrad minister Nach dem polnischen Gesandten in Belgrad sei das polnisch-sowjetische Kommunique nicht gegen Deutschland gerichtet, gebe jedoch Deutschland zu verstehen, daß Polen nicht isoliert werden könne. 96. 28. 11. 1938 Tagesbericht über die Unterredung des deutschen Gesandten in Budapest Budapest Erdmannsdorf mit dem Leiter der politischen Abteilung im ungarischen Außenministerium Kühl Dem Gesandten gemäß sei das Mißtrauen seiner Regierung besonders dadurch ausgelöst worden, daß die ungarische Regierung nur den Italienern den Beginn der bewaffneten Aktion in der Karpatoukraine mitgeteilt hätte. Kühl meinte, die ungarische Regierung hätte den Italienern nichts anderes mitgeteilt als den Deutschen. 97. 28. 11. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Paris Der deutsche Botschafter in Paris Welczek hätte den Gesandten über den deutsch-französischen Deklarationsentwurf informiert; der französische Botschafter in Berlin François Poncet hätte die Frage einer französisch-deutschen Deklaration auf Anweisung des Außenministers Bonnet bei Hitler zur Sprache gebracht. Da Berlin drei Wochen lang nicht antwortete, sei Frankreich beim deutschen Gesandten in Paris auf diesen Antrag zurückgekommen, worauf die Besprechungen in Gang gekommen seien. Der Gesandte gibt die einzelnen Punkte des Deklarationsentwurfs bekannt. Bericht des ungarischen Gesandten in Paris an den Außenminister Im Mittelpunkt der englisch-französischen Verhandlungen in Paris hätten die Fragen der Aufrüstung der beiden Länder und die des gemeinsamen Schutzes sowie das spanische Problem gestanden. Den englischen Ministern sei es nicht gelungen, die Franzosen Franco gegenüber zur Nachgiebigkeit zu bewegen. Sie hätten die Frage des Fernen Ostens und die der Tschechoslowakei zu gewährenden Garantien besprochen, ohne aber richtige Beschlüsse zu fassen. 99. 28. 11. 1938 Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Bukarest an Bukarest den Außenminister Die Reise des rumänischen Königs Karl nach den Weststaaten sei noch vor München beschlossen worden. Infolge der Veränderungen, die in den mitteleuropäischen Beziehungen eingetreten waren, sei der wichtigste Abschnitt seiner Auslandsreise nicht der Besuch in London, sondern der bis zum letzten Augenblick geheim gehaltene Besuch in Deutschland geworden, ein Umstand, der vom Gesichtspunkt der Interessen Ungarns von großer Tragweite sein dürfte. Die nachträglich eingeschaltete Reise nach Berlin zeuge davon, daß Rumänien die Lehren aus den tschechoslowakischen Ereignissen ziehe und der neuen politischen Orientation die Wege ebne. Sollte dies gelingen, so würden dadurch die ungarischen Revisionsansprüche gefährdet, und es sei 98. 28. 11. 1938 Paris 740