Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

Berlin gegen die von Ungarn gewünschte Lösung der karpatoukraini­schen Frage nichts einzuwenden hätte, stellte auch dieser seine aktive Unterstützung in Aussicht. Es zeigte sich jedoch, daß die ungarische Information irrig war. Ribbentrop, der von Ciano die Mitteilung des Militärattaches erfahren hatte, stellte die Richtigkeit dieser Behaup­tung in Abrede und forderte die italienische Regierung auf, sie mög­im Verein mit den Deutschen gegen das Vorgehen der ungarischen Regierung protestieren. Der Protest der zwei befreundeten Mächte bedeute — nach Ciano — eine vorübergehende Isolierung Ungarns. Der ungarische Gesandte suchte darzulegen, daß es sich um ein Miß­verständnis handle, für das die ungarische Regierung nicht verant­wortlich sei; ihr Vorgehen richte sich nicht gegen die Achse, was auch daraus erhellte, daß sie engere wirtschaftliche und politische Bezie­hungen mit beiden Mitgliedern der Achse herzustellen gedächte und bereit sei, dem Antikominternpakt beizutreten. 91. 26. 11. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Moskau Der japanische Botschafter in Moskau gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß mit der Rückgliederung des von Ungarn bewohnten Gebietes der Slowakei die Gebietsrevision des Friedensvertrages von Trianon ihren Anfang genommen hätte; er sei überzeugt, daß sich auch die gemeinsame ungarisch-polnische Grenze verwirklichen lassen würde; am wichtigsten wäre jedoch die Rückgliederung von Sieben­bürgen. Seine Regierung halte Rumänien im Hinblick auf eine anti­sowjetische Aktion für unverläßlich, weshalb er denn auch für eine Schwächung Rumäniens zu Gunsten Ungarns sei. Der japanische Botschafter gab zu verstehen, daß sich die deutsche Expansion nicht gegen Südosten, sondern gegen Osten richten würde. Im Kampf gegen die Sowjetunion käme — dem Botschafter gemäß — außer Japan auch Deutschland eine wichtige Rolle zu; es wäre außerordentlich wichtig, wenn Polen, Rumänien und Ungarn in diesem Kampf mit den Deutschen kooperierten. Die entschiedene antibolschewistische Ein­stellung Horthys sei eine Gewähr hierfür. Der Botschafter erkundigte sich angelegentlich über die sowjetisch-rumänischen Beziehungen sowie üher die südosteuropäische Politik der Westmächte. Er setzte auseinander, daß im Fernen Osten die japanischen Truppen südwest­wärts im Vormarsch begriffen seien. Die Lage Tschiang Kai-scheks hätte sich verschlimmert, die Engländer und die Amerikaner könnten ihm nur schwer helfen. 92. 27. 11. 1938 Bericht des Generalkonsuls in München an den Außenminister München Der Generalkonsul erörtert in allen Einzelheiten die Zielsetzungen Hitlers sowie des Nationalsozialismus und motiviert die Expansions­pläne mit dem Mangel an Rohstoffen und Nahrungsmitteln. Er zitiert aus Hitlers »Mein Kampf« die Theorie des deutschen Lebensraumes. Er stellt fest, daß die bisherigen deutschen Erfolge darauf zurückzu­führen seien, daß es den Deutschen gelang, die Westmächte mit Ver­sprechungen einzuschläfern. Hitlers letztes Ziel sei die Erwerbung sowjetischer Gebiete; der Slowakei und der Karpatoukraine hätte er die Rolle eines Korridors zugedacht. In England halte man die An­sprüche Deutschlands auf die Ukraine für natürlich, und es wird als Tatsache anerkannt, daß das Donaubecken einen geeigneten Raum für die wirtschaftliche Expansion Deutschlands darstellt. England gebe seine Interessen auf den Balkan auf, und sein bisheriger Standpunkt bezüglich der Aufrechterhaltung des europäischen Gleichgewichts bedürfe einer Korrektion. 93. 28. 11. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Belgrad Der Gesandte möge dem jugoslawischen Generalsekretär des Äußeren mitteilen, daß die ungarische Regierung nicht an eine militärische 47* 739

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