Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

350. 16. 9. 1938 Berlin 351. 16. 9. 1938 Budapest • 349. 16. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den London Außenminister Der Geschäftsträger hegt Zweifel an der englischen Politik. Er hat Ingram ausgeführt, ein Zurückdrängen der Rechte der ungarischen Minderheit in der Tschechoslowakei würde Ungarn in die Arme von Berlin und Rom und im Süden der Tschechoslowakischen Republik zu den Ausfällen im sudetendeutschen Gebiet ähnlichen Erscheinungen führen. Der Geschäftsträger schlägt vor, dem englischen Gesandten in Budapest, Knox, die ungarischen Stand­punkte ausführlich darzulegen und im ehemaligen oberungarischen Gebiet mit allen Mitteln und möglichst bald Demonstrationen und Attentate durchzuführen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­minister Hitler hat Chamberlain mitgeteilt, die tschechoslowakische Frage müsse jetzt und so geregelt werden, daß das sudetendeutsche Gebiet an Deutschland angeschlossen wird. Chamberlain hat Verständnis dafür gezeigt. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in London Der Gesandte wird angewiesen, Außenminister Halifax mitzuteilen, für alle Ereignisse, die sich möglicherweise aus der Tatsache erge­ben könnten, daß die ungarische Minderheit in der Tschechoslowa­kei anders behandelt wird als die Sudetendeutschen, lehne die ungarische Regierung jegliche Verantwortung ab. Der Gesandte soll außerdem darauf hindeuten, daß, falls irgendein Teil des von den Sudetendeutschen bewohnten Gebietes an das Deutsche Reich angegliedert wird, auch von der ungarischen Regierung Gebietsfor­derungen erhoben werden. 352. 16. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Rom Wie Nachrichten besagen, soll in Berchtesgaden über eine Volksab­stimmung in den von Deutschen bewohnten Gebieten in der Tsche­choslowakei eine Abmachung getroffen worden sein, ohne Berück­sichtigung anderer Nationalitäten. Der Gesandte wird angewiesen, Ciano zu ersuchen, die italienische Presse sollte energischer dafür eintreten, daß die Volksabstimmung auch auf die von Ungarn bewohnten Gebiete ausgedehnt werde. •353. 16. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außen­Rom minister Der französische Geschäftsträger in Rom hat Ciano erneut erklärt, Frankreich werde — wenn auch nicht gern — seinen Bündnis­verpflichtungen nachkommen, falls Deutschland die Tschecho­slowakei angreifen sollte. Nach Aussage des jugoslawischen Gesand­ten werde sich Jugoslawien nach Italien richten, Ungarn sollte die Tschechoslowakei aber nicht vor den Deutschen angreifen. Rumä­nien hat das Ersuchen zum Durchzug sowjetischer Truppen auf das energischste abgelehnt. 354. 16. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Die polnische Regierung ersucht um Antwort, ob sich die unga­rische Regierung entschlossen habe, ihre Ziele gegenüber der Tschechoslowakei notfalls auch mit der Waffe zu verwirklichen. Bejahendenfalls sei die polnische Regierung bereit, ein militä­risches und politisches Bündnis abzuschließen. Der Gesandte hat mit dem Staatssekretär über die Abstimmung einer eventuellen ungarischen militärischen Aktion mit den Polen gesprochen. Der 986

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