Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
355. 17. 9. 1938 Warschau 356. 17. 9. 1938 London 357. 17. 9. 1938 Budapest 358. 17. 9. 1938 Budapest 359. ohne Tag 9. 1938 Budapest 360. 17. 9. 1938 Rom 361. 17. 9. 1938 Berlin polnische Außenminister hat erklärt, militärische Besprechungen würden zu der Zeit und an dem Ort stattfinden, den die ungarische Regierung bestimme. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der Gesandte hat zum Stellvertreter des polnischen Staatssekretärs für politische Fragen als Privatmeinung geäußert, es sei mölicherweise besser nach einer deutschen Aktion gegen die Tschechoslowakei zunächst die Haltung der Großmächte abzuwarten und erst danach zu handeln. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister Nach einer Information durch den deutschen Geschäftsträger in London soll Hitler für die Sudetendeutschen lediglich die Autonomie fordern. Das könne Chamberlain bei der englischen Regierung erreichen. Der deutsche Kollege beurteilt die Ergebnisse der bevorstehenden englisch —französischen Besprechungen optimistisch. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Die ungarische Regierung ist bereit, mit Polen ein politisches und danach ein militärisches Bündnis abzuschließen. Jugoslawiens Haltung in einem bewaffneten ungarisch —tschechoslowakischen Konflikt ist ungewiß. Ungarn bereite sich auf den Kampf vor, werde ihn aber erst nach den Deutschen beginnen. Möglicherweise bleibt Jugoslawien neutral. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Zur Mitteilung zuständiger Stelle informiert der Außenminister den Gesandten über die Schritte, die die ungarische Regierung für eine Volksabstimmung in den von Ungarn bewohnten Gebieten in der Tschechoslowakei in London, Rom, bei Hitler und bei Göring unternommen hat. Zwei Jahrgänge sind zum Militärdienst einberufen worden. Brief des Reichsverwesers Miklós Horthy an Hitler Der Reichsverweser lenkt Hitlers Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit, die ungarischen Forderungen zu erfüllen; eine Diskriminierung in der Frage der Minderheiten in der Tschechoslowakei hält er für untragbar. Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Ciano hat den Gesandten über die allgemeine Lage informiert. Frankreich würde einen Einmarsch der Deutschen in die Tschechoslowakei nicht dulden; Japan erklärt sich für Deutschland; die Vereinigten Staaten haben eine Neutralitätserklärung abgegeben; England strebe danach, daß eine Volksabstimmung durchgeführt werde; Jugoslawien bleibe neutral: Rumänien werde in allem England folgen, es sei nicht bereit, sowjetischen Truppen den Durchmarsch zugestatten. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Nach Görings Ansicht ist es notwendig, daß Ungarn in der tschechoslowakischen Frage energischer auftritt; Ungarn soll bewaffnete Zusammenstöße und Streiks provozieren, und versuchen, die Slowaken zu einer ähnlichen Haltung zu bewegen. Offensichtlich ist es der Wunsch der Deutschen, daß alle Minderheiten und interessierten Staaten jetzt während der Besprechungen mit Chamberlain die Unhaltbarkeit des tschechoslowakischen Staates dokumentieren. 987