Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

344. 16. 9. 1938 Belgrad 345. 16. 9. 1938 Prag 346. 16. 9. 1938 Budapest 347. 16. 9. 1938 Budapest 348. 16. 9. 1938 Warschau habe er geantwortet, im Falle einer Volksabstimmung in der Tsche­choslowakei bestehe er darauf, daß sie auch auf die polnische Min­derheit ausgedehnt werde, was die übrigen Nationalitäten anbe­trifft, so werde er sich nach Rücksprache mit den interessierten Staaten dazu äußern. Er ersucht die ungarische Regierung, nach­drücklich eine Volksabstimmung im ehemaligen oberungarischen Gebiet zu fordern. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenministe r Der Gesandte hat sich beim deutschen Gesandten in Belgrad' Heeren, nach der Begegnung zwischen Prinzregent Paul und Göring und nach den Nachrichten über eine Neutralität Jugoslawiens erkundigt. Heeren ist über die Begegnung nicht genau unterrichtet, glaubt aber, daß Göring als persönlicher Freund des Prinzregenten bezeichnet werden kann. Bericht des ungarischen Militärattaches in Prag an den General­stabschef Nach einer Information durch den deutschen Obersten Toussaint ist der Krieg unvermeidlich. Eine Volksabstimmung würde Hitler nicht befriedigen, der tschechoslowakische Staat müsse vernichtet werden. Die Sowjetunion komme als militärischer Kraftfaktor nich in Betracht. Vermutlich Ende September oder Anfang Oktober werde die deutsche Aktion mit den modernsten Waffen, mit Gas und Überraschungsmomenten beginnen; Die Sowjetunion verbreite Kriegsstimmung. Der sowjetische Gesandte in Prag soll erklärt ha­ben, wenn die Tschechoslowakei nachgiebig sei, werde die Sowjet­union sie im Stich lassen. In aller Stille wird die Mobilisierung der tschechoslowakischen Armee durchgeführt. Zum Schluß führt der Militârattaché die bisher bekannten Einzelheiten des Auf­marschplans der tschechoslowakischen Armee an. Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem englischen Gesandten in Budapest , Knox und Ministerpräsident Imrédy soivie Außen­minister Kánya Der Außenminister empfing den englischen Gesandten in Gegen­wart des Ministerpräsidenten und gab ihm zur Kenntnis, daß die ungarische Regierung, falls in den Verhandlungen nur die Wünsche der deutschen Minderheit in der Tschechoslowakei in Betracht gezogen würden, mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln danach trachten werde, eine Diskriminierung der ungarischen Minderheit zu verhindern. Tagesbericht über ein Telefongespräch zwischen dem ungarischen Gesandten in Berlin und dem Leiter des Kabinettbüros des Außen­ministers , Csáky Göring wundert sich, daß nichts unternommen wird, um die Welt­meinung in der Angelegenheit der in der Slowakei lebenden Ungarn zu beeinflussen. Csáky weist den Gesandten an, Göring mitzuteilen, die ungarische Regierung habe in London interveniert und auch in Paris Schritte unternommen, sei aber an Prag verwiesen worden. Die ungarische Regierung würde vorsichtig handeln, vor allem aus Rücksicht auf die Rumänen, die für die Tschechoslowakei Partei ergriffen hätten und leicht zu einer Annäherung an die Sowjetunion getrieben werden könnten; sollte die tschechoslowa­kische Frage friedlich gelöst werden und zwar auf Kosten Ungarns, sei die ungarische Regierung zu allem entschlossen. In diesem Falle würde sie auf Unterstützung rechnen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der polnische Außenminister Beck teilte mit, sie hätten festge­stellt, Hitler wolle nicht die gesamte Tschechoslowakie einverleiben. 98£>

Next

/
Thumbnails
Contents