Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
265. 15. 7. 1938 Budapest 266. 16. 7. 1938 Budapest 267. 16. 7. 1938 Bled 268. ohne Datum 269. ohne Datum tärischen Gleichberechtigung, einer Nichtangriffserklärung und Vorschläge zur Minderheitenfrage. Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem außenpolitischen Redakteur der Sunday Times, Kean und dem Leiter des Kabinettbüros des ungarischen Außenministers, Csáky Kean führte aus, durch seine guten Verbindungen zu Italien könne Ungarn eine englisch —italienische Einigung fördern. England würde Italien durch größere Kredite helfen. Chamberlain möchte sich auch mit Deutschland aussöhnen, dafür bestehe jedoch mehr Aussicht als auf einen Ausgleich mit Italien. England wäre bereit, Deutschlands Rechtsanspruch auf Kolonien festzulegen, zunächst ohne Nennung bestimmter Gebiete. Eine englisch —deutsche Einigung würde eine Expansion Deutschlands nach dem Osten ermöglichen. Aus seinen Worten war zu entnehmen, daß in England kein großer Sturm entstehen würde, wenn die Deutschen die Tschechoslowakei unter Wahrung der äußeren Form in Besitz nähmen. Dafür, daß Ungarn Deutschland gegenüber keine feindliche Haltung einnehmen will, zeigte er volles Verständnis: er ist überzeugt, daß Ungarn seine Unabhängigkeit bewahren kann, sofern es von außen die entsprechende wirtschaftliche Unterstützung erhält. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Bukarest Der Außenminister hat dem rumänischen Gesandten in Budapest mitgeteilt, sofern seine Regierung darauf bestehe, daß die Tschechoslowakei in die Übereinkunft einbezogen werde, müsse Rumänien weitergehende Zugeständnisse machen, denn an die Tschechoslowakei stelle Ungarn höhere Forderungen. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Nach Ansicht des deutschen Gesandten in Belgrad lege Stojadinovic zwar großes Gewicht auf den weiteren Ausbau seiner Verbindungen zu Deutschland und Italien, im Falle eines europäischen Krieges aber müsse trotzdem damit gerechnet werden, däß er auf der Seite Frabkreichs und der Kleinen Entente kämpfen werde. Entwurf für ein Gespräch zwischen dem italienischen Außenminister Ciano und dem ungarischen Außenminister Kánya Fragen, die von ungarischer Seite gestellt werden sollen: Vertiefung der ungarisch —italienischen freundschaftlichen Beziehungen; Notwendigkeit einer Unterstützung durch Italien gegenüber Jugoslawien, falls Ungarn bewaffnet gegen die Tschechoslowakei auftreten sollte; Ungarn und die deutschen Expansionsbestrebungen; die Verhandlungen in Bukarest; weitere Entwicklung der italienisch —jugoslawichen Beziehungen; die französisch —italienischen Beziehungen nach der Lösung der Spanienfrage. Fragen, die voraussichtlich von Ciano gestellt werden: Frage des Völkerbundes; die horizontale Achse; geplanter Berlinbesuch des Reichsverwesers. Aufzeichnung über die Besprechungen zuischen dem italienischen Ministerpräsidenten Mussolini, dem italienischen Außenminister Ciano, dem ungarischen Ministerpräsidenten Imrédy und dem ungarischen Außenminister Kánya Erste Besprechung am 18. 7. 1938 um 11 Uhr 30 Min. Anwesend sind der italienische Außenminister Graf Ciano, der ungarische Ministerpräsident Imrédy und der ungarische Außenminister Kánya. Die tschechoslowakische Frage und in diesem Zusammenhang die Haltung Jugoslawiens. 972