Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

beabsichtige nicht, die Tschechoslowakei von einer eventuellen Übereinkunft auszuschließen. Kánya hält eine Einigung in der Minderheitenfrage kaum für möglich, möchte aber einen Bruch vermeiden. 171. 3. 5. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Prag an den Außenminister Prag Der polnische Gesandte in Prag hält eine enge ungarisch —polnische Zusammenarbeit für unbedingt nötig. Eine friedliche Lösung der deutsch—tschechoslowakischen Gegensätze ist seiner Meinung nach unmöglich. Er erkundigte sich nach den ungarischen Slowakeiplä­nen. Er legte seine Gedanken zu den innenpolitischen Verhält­nissen in der Slowakei dar. Weiterhin erklärte er, Polen habe in der Tschechoslowakei keinerlei territoriale Aspirationen, wünsche lediglich, daß in der Karpatoukraine kein ukrainisches Zentrum entstehe. Ziel Polens sei eine gemeinsame ungarisch—polnische Grenze. Sowohl die Slowakei wie auch die Karpatoukraine über­lasse Polen nach den zu erwartenden Ereignissen allein Ungarn. 172. 4. 5. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außen­Warschau minister Der polnische Außenminister Beck hat seinen Gesandten in Bukarest angewiesen, den rumänischen König wissen zu lassen, nach polnischer Auffassung sei eine Einigung mit Ungarn ein dringendes Interesse Rumäniens. Dies sei allerdings nicht in einem Gesamtrahmen der Kleinen Entente möglich. 173. 4. 5. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenmi­Warschau nister Der polnische Außenminister Beck hat dem Gesandten vertraulich mitgeteilt, die Vertreter der westlichen Großmächte hätten Schritte zur Regelung der polnisch —tschechoslowakischen Bezie­hungen unternommen. 174. 5. 5. 1938 Chriffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Bukarest Außenminister Der rumänische Außenminister hat in seiner Rede die Einigungs­bereitschaft der Staaten der Kleinen Entente betont. Nach Mei­nung des Gesandten aus dem Grund, uin im Falle eines Mißlingens, die Verantwortung auf Ungarn schieben zu können. Aus den Äußerungen des jugoslawischen und des tschechoslowakischen Außenministers sei zu entnehmen, daß die Rumänen Schwierigkei­ten machen. Der Gesandte hat dem jugoslawischen Gesandten die Frage gestellt, warum es nicht möglich sei, bis das tsche choslo­wakische Statut bekanntgegeben wird, die Minderheitenfrage zunächst mit der jugoslawischen und der rumänischen Regierung zu beraten. Sollten die Verhandlungen Erfolg haben, könnte sich die Tschechoslowakei zu einer endgültigen Einigung anschließen. 175. 5. 5. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenmi­Bukarest nister Stojadinovic äußerte, der langsame Fortschritt der Verhandlungen liege nicht an den Rumänen, sondern resultiere daraus, daß Ungarn im Norden auf Veränderungen spekuliere. Ohne Zustim­mung der Tschechoslowakei könnten die anderen Staaten der Kleinen Entente in der Minderheitenfrage keine Formel annehmen. Dazu führte der ungarische Gesandte aus, in allen drei Staaten der Kleinen Entente würde sich das Problem der Minderheit in anderer Form zeigen, das tschechoslowakische Minderheitenstatut müsse abgewartet werden, um aber einen Zeitverlust zu vermeiden sei es dennoch wünschenswert, die Verhandlungen mit Jugoslawien und Rumänien bereits aufzunehmen. 176. 5. 5. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außen­Bukarest minister 955

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