Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

573. 22. 10. 1938 Budapest 543. 16. 10. 1938 Budapest 544. 16. 10. 1938 Berlin 545. 16. 10. 1938 Prag 546. 16. 10. 1938 Warschau 547. 17. 10. 1938 Moskau zu. Nach Ansicht des italienischen Gesandten hat die deutsche Regierung die ungarischen Forderungen in Prag nicht genügend unterstützt. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Berlin Der Gesandte wird angewiesen, Ribbentrop mitzuteilen, die unga­rische Regierung sei nicht gewillt, sich über die Größe des abzu­tretenden Gebietes in direkte Verhandlungen mit der tschechoslo­wakischen Regierung einzulassen; die tschechoslowakische Regie­rung solle ein neues Angebot machen, die ungarische Regierung wer­de dann entscheiden, ob sie es annehme oder ob sie gezwungen sei, es zurückzuweisen. Sollte das neue Angebot unannehmbar sein, ist die ungarische Regierung bereit, sich einem Schiedsspruch der deutschen und der italienischen Regierung zu unterwerfen. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Der Gesandte wird angewiesen, bei zuständiger Stelle mitzuteilen, die ungarische Regierung sei bereit, nach entsprechenden Verhand­lungen der rumänischen Regierung die Eisenbahnlinie Körösmező­Tatárhágó zu überlassen; dazu sei allerdings notwendig, daß zunächst über die Karpatoukraine zwischen Ungarn und Polen eine Einigung zustandekomme. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außen­minister Der deutsche Außenminister hat Chvalkovsky empfohlen, Ungarn ein neues Angebot zu unterbreiten. Zu den vom ungarischen Gesand­ten auf einer Landkarte aufgezeichneten ungarischen Gebietsfor­derungen bemerkte er, würden die Forderungen erfüllt werden, würde die Karpatoukraine lebensunfähig sein. Auf eine Frage des deutschen Außenministers unterstrich der Gesandte den unbe­dingten Anspruch Ungarns auf Bratislava. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den Außen­minister Der ungarische Gesandte hat mit Gesandten Csermák über die Frage der in Gewahrsam befindlichen 300 Mitglieder der ungarischen Freiwilligentruppe verhandelt. Auf Anweisung des tschechoslowa­kischen Außenministeriums wird davon abgesehen, sie vor ein Militärgericht zu stellen, von tschechoslowakischer Seite wird jedoch darum ersucht, das Unternehmen der Freiwilligenverbände schnellstens einzustellen. Chiffretelegramm des ungarischen Militärattaches in Warschau an den Generalstabschef Der ungarische Militärattache hat den polnischen Generalstab davon unterrichtet, daß die Unternehmungen in der Karpatouk­raine fortgestezt werden und ersuchte darum, die polnischen Frei­willigenverbände in Marsch zu setzen. Eine unverzügliche Verstär­kung derselben wurde angeordnet. Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außen­minister Der japanische Botschafter in Moskau, Sigemitsu, legte seine Mei­nung zu Hitlers Expansionspolitik im Osten dar. Hitler habe die nach Südosten gerichteten Pläne des Wilhelminischen Deutschlands aufgegeben und wende sich nach Osten. Diese nach Osten gerichte­ten Expansionsbestrebungen hätten Japan im Antikominternpakt mit Deutschland und Italien zusammengebracht. Nach Meinung des japanischen Botschafters müßten die interessierten westli­chen Staaten ihre Politik entsprechend diesen Expansionsbestrebun­1017

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