Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
548. 17. 10. 1938 London 549. 17. 10. 1938 Berlin 549a. Beilage 550. 17. 10. 1938 Warschau 551. 17. 10. 1938 Rom 552. 17. 10. 1938 Warschau gen aufeinander abstimmen. Eine vertrauliche Unterredung zwischen Horthy, Hitler und Mussolini könnte diesem Ziele dienen. Auf diesese Weise würde sich das Schicksal der Tschechoslowakei und der Karpatoukraine von selbst regeln. Auch die Frage der Sowjetunion werde in naher Zukunft gelöst werden. Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister Der Gesandte hat Cadogan die Gründe für das Scheitern der direkten ungarisch —tschechoslowakischen Verhandlungen in Komárom dargelegt; Cadogan stimmte dem Standpunkt der ungarischen Regierung bei; der Gesandte erklärte weiter, jetzt müsse die tschechoslowakische Regierung annehmbare Vorschläge unterbreiten und er ersuchte die Großmächte, in dieser Hinsicht auf Prag einzuwirken. Er erläuterte noch, die ungarische Regierung gehe bei ihren Forderungen von ethnographischen Gesichtspunkten aus, während die tschechoslowakische Regierung strategische, wirtschaftliche und andere Einwände vorbrächte, sich der Rückgabe der Städte verschließen würde und zum Mittel der militärischen Drohung griffe. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der Gesandte hat die auf Grund der Anweisung des Außenministers ausgefertigte Note Staatssekretär Weizsäcker überreicht. Es wird um Intervention in Prag ersucht. Aufzeichnung der ungarischen Regierung für die deutsche Regierung In der Note wird der deutschen Regierung mitgeteilt, daß die ungarische Regierung direkte Verhandlungen zwischen der Tschechoslowakei und Ungarn für zwecklos halte. Die deutsche Regierung wird ersucht, bei der Prager Regierung zu intervenieren, damit diese baldmöglichst neue Vorschläge unterbreite, die die ungarische Regierung annehmen oder zurückweisen werde. Im letzteren Falle werde sie um einen Schiedsspruch der deutschen und der italienischen Regierung ersuchen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der polnische Außenminister Beck hat um konkrete Auslegung der ungarischen Wünsche in Bezug auf die Tschechoslowakei ersucht; er möchte sich darüber informieren, welche Taktik die ungarische Regierung zur Lösung der Frage verfolgen will. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Ciano hat den italienischen Gesandten in Prag erneut angewiesen, bei der tschechoslowakischen Regierung vorzusprechen, damit sie Ungarn günstigere Vorschläge unterbreite. Ein Schiedsgericht, bestehend aus der deutschen und der italienischen Regierung akzeptiert er als weitere Verfahrensart. Die Deutschen seien gegen eine gemeinsame ungarisch —polnische Grenze, auf einer eventuellen Viermächtekonferenz würde vielleicht keine Möglichkeit bestehen, gegen Deutschland Stellung zu nehmen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Der polnische Außenminister Beck hat in Prag interveniert; er hat mit der deutschen und mit der italienischen Regierung Verbindung aufgenommen. Die tschechoslowakische Regierung hat die Räumung von Munkács und Ungvár angeordnet. Die rumänisch — polnischen Beziehungen haben sich vorteilhaft entwickelt. Der Gesandte betont, die Aufständischenaktion in der Karpatoukraine sei nicht liquidiert, er ersucht um Einleitung einer ähnlichen Aktion von polnischer Seite. 1018