Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
536. 15. 10. 1938 Warschau 537. 15. 10. 1938 Warschau 538. 15. 10. 1938 Rom 539. 15. 10. 1938 Berlin 540. 15. 10. 1938 Belgrad 541. 16. 10. 1938 Prag Telegramm des ungarischen Militärattaches in Warschau an den Generalstabschef Der Chef des polnischen Generalstabs hat mitgeteilt, mit Rücksicht auf die Viermächtekonferenz würden die polnischen Freiwilligentruppen von ihren Aktionen zurückgehalten. Telegramm des ungarischen Militärattaches in Warschau an den Generalstabschef Der Chef des polnischen Generalstabs hat geäußert, mit den Tschechen sei nur zu verhandeln, wenn man gleichzeitig auch seine Stärke zeige; im Falle eines ungarisch —tschechoslowakischen Konfliktes sei von polnischer Seite nur mit Freiwilligenverbänden und verstärktem Grenzschutz zu rechnen. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers beim Vatikan an den Außenminister Der ungarische Geschäftsträger beim Vatikan hat den Heiligen Stuhl ersucht, sich bei der Prager Regierung für die in tschechoslowakische Gefangenschaft geratenen Aufständischen zu verwenden. Der stellvertretende Staatssekretär im Vatikan hat dem Nuntius in Prag im Sinne dieser Bitte Anweisungen erteilt. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Informationen zum Münchener Abkommen: das Abkommen ist eine Folge der allgemeinen Furcht vor einem Kriege; die restliche Tschechoslowakei huldige den Deutschen, trotzdem trachte Deutschland weiter danach, die Tschechoslowakei vollständig zu vernichten; die deutsche Regierung ist nicht daran interessiert, das Gebiet durch Rückgliederung des ehmaligen oberungarischen Gebietes seiner Rohstoffquellen zu berauben; die Frage der gemeinsamen ungarisch —polnischen Grenze hat Beunruhigung hervorgerufen, beruhigend dagegen habe die Äußerung gewirkt, Ungarn bleibe der Achse treu und fordere für Slowaken und Karpatoukrainer lediglich das Selbstbestimmungsrecht. Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Der jugoslawische Außenminister und Andric weisen mehrfach darauf hin, daß sie der tschechoslowakischen Regierung bei jeder Gelegenheit Mäßigung und Einsicht geraten hätten. Auch in der deutsch—tschechoslowakischen Frage hätten sie eine realistischere Politik empfohlen, Prag habe aber diese Ratschläge nicht angenommen, so hätte sich Jugoslawien schließlich jeder Verpflichtung zur Hilfe enthoben gefühlt. Der Gesandte meint dazu, Jugoslawien möchte sich unter allen Umständen von seinen Verpflichtungen aus dem Bündnis der Kleinen Entente befreien; im Falle eines bewaffneten Konfliktes zwischen Ungarn und der Tschechoslowakei würde die Haltung Jugoslawiens von der Haltung der anderen Staaten abhängen; den zur Zeit von Ungarn getroffenen militärischen Maßnahmen gegenüber verhalten sich die Jugoslawen gleichgültig. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den Außenminister Der italienische Gesandte in Prag hat auf Anweisung seiner Regierung dem tschechoslowakischen Außenminister empfohlen, durch ein wesentlich entgegenkommenderes Angebot als bisher eine freundschaftliche Übereinkunft zu ermöglichen. Der tschechoslowakische Außenminister bat die italienische Regierung um Vermittlung, damit die direkten ungarisch —tschechoslowakischen Verhandlungen wieder aufgenommen werden könnten und sagte eine weitestgehende Befriedigung der ungarischen Forderungen 1016