Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 1. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

306. 3. 11. 1937 Wien 307. 6. 11. 1937 Berlin 308. 8. 11. 1937 Rom 309. 11. 11. 1937 Wien 310. 13. 11. 1937 Wien 311. 13. 11. 1937 Berlin 312. 19. 11. 1937 London 313. 22. 11. 1937 Carinhall Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Wien an den Außen­minister Der österreichische Staatssekretär des Äußeren, Schmidt, teilt mit, daß ihn der polnische Außenminister Beck gebeten habe, Polens unveränderte Freundschaft für Ungarn zum Ausdruck zu bringen; Schmidt äußerte sich voller Befriedigung über die Ergebnisse seiner Warschau-Reise. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der Berlin-Besuch des österreichischen Staatssekretärs des Äußeren, Schmidt, hängt mit der neuerlichen Verschärfung des deutsch — österreichischen Verhältnisses zusammen. Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Ciano hat sich einverstanden erklärt, die vom ungarischen Außen­minister erbetene Erklärung abzugeben, in der die italienische Regie­rung darlegt, daß die Aufkündigung des Semmering-Abkommens ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen erfolgt ist. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Wien an den Außen­minister Nach Hornbostels Äußerung ist Schmidt aus Berlin mit dem Eindruck zurückgekehrt, daß die gewaltsamen Einmischungsbestrebungen gegen Österreich in Deutschland abgenommen haben; Schuschnigg teilt Schmidts optimistische Ansicht nicht. Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Wien an den Außen­minister Auf Papens Veranlassung hat die »Deutsche Diplomatische Korre­spondenz« in einem scharfen Artikel gegen die Politik der österreichi­schen Regierung Stellung genommen, die nach Aussage des Artikels im Gegensatz zum Geiste des deutsch —österreichischen Abkommens vom 11. Juli 1936 stehe. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der Staatssekretät für Auswärtige Angelegenheiten, Mackensen, teilt mit, Berlin sei von der Tätigkeit der österreichischen Regierung nicht befriedigt, weil sie die Bestimmungen des Abkommens vom 11. Juli 1936 nicht durchführe; er hält eine Zusammenarbeit mit Schuschnigg für unmöglich. Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister Sargent äußert, England werde einer eventuellen Südosteuropa-Ak­tion Deutschlands nicht desinteressiert zusehen; demgegenüber legt der Gesandte seine Ansicht dar, daß England im Interesse der Unab­hängigkeit Österreichs und der Tschechoslowakei nicht auftreten werde; Persönlichkeiten des englischen öffentlichen Lebens miß­billigen Lord Halifax' Reise nach Deutschland. Tagesbericht über die Beratungen zivischen dem preußischen Minister­präsidenten, Generaloberst Göring, dem ungarischen Ministerpräsiden­ten Darányi und dem ungarischen Außenminister Kánya Göring bittet erregt um eine Erklärung über das angeblich zwischen Ungarn und Österreich bestehende militärische Bündnis; Schusch­nigg, der enge Verbindungen zu Prag unterhält, betrachte man in Berlin als völlig unzuverlässig; nach Görings Ansicht werde England gegen die Annexion Österreichs keinen Widerstand leisten; Darányi und Kánya streiten ab, daß Ungarn durch ein deutschfeindliches Militärbündnis an Österreich gebunden sei; nach Görings Informa­tionen soll Schuschnigg danach streben, durch eine Habsburg­Restauration ein engeres österreichisch —ungarisch —tschechoslowa­kisches Verhältnis herzustellen; Göring betrachtet den Anschluß als unumgänglich: Deutschland lege großes Gewicht auf Jugoslawien und 51* 803

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