Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 1. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
hielte deshalb Ungarns Einvernehmen mit Jugoslawien für notwendig; nach Görings Ansicht müßte sich Ungarn mit der Rückgewinnung der an die Tschechoslowakei angeschlossenen ungarischen Gebiete begnügen, im Interesse der jugoslawisch —ungarischen Aussöhnung, müßte es auf seine territorialen Forderungen im Süden verzichten; Kánya erklärt, daß die ungarische Regierung bereit wäre, sich unter Anerkennung der Grenzen von Trianon mit Belgrad zu einigen, wenn sie Garantien dafür bekäme, daß Jugoslawien im Falle eines Konfliktes mit anderen Staaten neutral bliebe; Göring bezeichnet die Schaffung eines ungarisch —rumänischen Modus vivendi als wünschenswert: die ungarischen Politiker seien verletzt, weil Deutschland gegen die Verwirklichung der ungarischen territorialen Forderungen arbeite. Anlage A. Kánya unterrichtet die deutsche Regierung über das Verhältnis Ungarns zur Kleinen Entente; Überblick über die Ergebnisse der ungarisch —jugoslawischen und der ungarisch —rumänischen Verhandlungen. Anlage B. Die ungarische Regierung erhebt Klage über die innerhalb der deutschen Minderheit in Ungarn betriebene pangermane Propaganda; sie hält es für verletzend, daß die deutschen Fachblätter ein übertrieben schlechtes Bild von der Lage der deutschen Minderheit in Ungarn geben; die deutsche Presse stellt sie den ungarischen territorialen Ansprüchen gegenüber und stärke damit die Position der Feinde Ungarns. / 314. 24. 11. 1937 Tagesbericht über die Beratungen zwischen dem deutschen AußenBerlin minister Neurath , dem ungarischen Ministerpräsidenten Darányi und dem ungarischen Außenminister Kánya Kánya unterrichtet Außenminister Neurath über die Verhandlungen zwischen Ungarn und der Kleinen Entente; um die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluß führen zu können, erbittet er Deutschlands Unterstützung; Kánya bittet Neurath, im Interesse der Einstellung der pangermanischen Propaganda in Ungarn zu vermitteln; nach Neuraths Ansicht habe Halifax verstanden, daß in der Lage Österreichs, der Tschechoslowakei und Danzigs eine Änderung eintreten müsse; Neurath unterrichtet die ungarischen Staatsmänner über Deutschlands koloniale Ansprüche, über den japanisch —chinesischen Streit, über die Lage Spaniens und äußert schließlich, daß Italien in Kürze aus dem Völkerbund austreten werde. 315. 29. 11. 1937 Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Wien an den AußenWien minister Im Sinne der erhaltenen Anweisung teilt der Geschäftsträger Hornbostel mit, daß die ungarischen Staatsmänner in Berlin keinerlei gegen Österreich gerichtete aggressive Bestrebungen bemerkt hätten; Hornbostel hält eine engere Zusammenarbeit zwischen Österreich und der Tschechoslowakei für notwendig. 316. 3. 12. 1937 Bericht des ungarischen Geschäftsträgers in Wien an den AußenWien minister In den letzten Tagen ist eine Zunahme der nationalsozialistischen und legitimistischen Propaganda in Österreich zu beobachten. 317. 3. 12. 1937 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Nach Meinung nichtamtlicher englischer Kreise ist Deutschlands Ausweitungsbestreben nach Südosteuropa gerichtet. 318. 4. 12. 1937 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Sargent teilt mit, auf Grund von Halifax' Verhandlungen sei man zu der Überzeugung gekommen, der Umstand, daß die kolonialen Probleme in der Vordergrund gestellt würden, sei nur eine Taktik Hitlers, dessen tatsächlichen Ziele auf »bestimmte Teile Europas« gerichtet seien; Masirevich bittet die englische Regierung um Vermittlung, 804