Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 1. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

reichischen Aussöhnung, wiederholte weiterhin die Äußerung des österreichischen Kanzlers, daß Österreich an keiner gegen Deutsch­land gerichteten Kombination teilnehmen werde; Ziel der Bespre­chungen in Rom wird die Stärkung des Dreierpaktes sein; nach Auffassung der ungarischen Regierung kann ohne Deutschland und Italien keine Rede von der Organisierung der Donauraum-Staaten sein. 69. 17. 3. 1936 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Starhembergs Ansehen hat in Rom abgenommen; der österreichische Vizekanzler legte Mussolini seine Vorstellungen über eine Zusammen­fassung der von »autoritären Regimen« geleiteten Länder dar; das verschärfte deutsch —österreichische Verhältnis verhindere vorerst die Verwirklichung des Planes; nach Ansicht des deutschen Bot­schafters in Rom, Hassell, sei Hitler erst nach Aufhebung der gegen die österreichischen Nazis gerichteten Verordnungen bereit, sich mit Österreich zu einigen. 70. 23. 3. 1936 Tagesbericht über die Beratungen zwischen dem italienischen Minister­Rom Präsidenten Mussolini, dem österreichischen Kanzler Schuschnigg, dem ungarischen Ministerpräsidenten Gömbös, dem österreichischen Außen­minister Berger- Waldenegg und dem ungarischen Außenminister Kánya Mussolini bezeichnet es als wünschenswert, die zwischen den drei Staaten bestehende Freundschaft zu einem Bündnis auszubauen, dem die Schaffung einer Zollunion vorausgehen könnte; Gömbös ist mit Mussolinis Plänen einverstanden; die bei den Budapester Bespre­chungen in bezug auf die Kleine Entente gezogenen Schlußfolgerun­gen zusammenfassend, betont Gömbös: zur Zeit sei die politische ( / Annäherung an die Kleine Entente nicht wünschenswert. Die wirt­schaftlichen Beziehungen müßten durch zweiseitige Abkommen gere­gelt werden; Ungarn könne von dem an der Aufrechterhaltung des Status quo interessierten Frankreich nichts erhoffen, deshalb möchte die ungarische Regierung den Römischen Pakt lieber auf Deutschland und Polen ausdehnen; Schuschnigg ist mit der Ausweitung des Römi­schen Paktes einverstanden; in der Frage der Beziehungen zur Klei­nen Entente herrsche im Grunde genommen Übereinstimmung zwi­schen Wien und Budapest, der Unterschied bestünde nur darin, daß Österreich nicht nach einer Revision strebe und die Beziehungen zu Berlin sehr gespannt seien; bei den bestehenden Kräfteverhältnissen hält Schuschnigg die Möglichkeit eines zweiseitigen Übereinkommens zwischen Berlin und Wien für aussichtslos; Österreich werde keine deutschfeindliche Außenpolitik führen, dulde aber keine Einmischung in Österreichs innere Angelegenheiten; solange es nicht gelingt, das deutsch —österreichische Verhältnis zu regeln, wünsche Österreich die Möglichkeit freundschaftlicher Besprechungen mit der Tschecho­slowakei und mit Jugoslawien offenzuhalten; Kánya macht Ergän­zungs- und Änderungsvorschläge zum italienischen Entwurf über die Vertiefung des Römischen Paktes; am zweiten Tage der Beratungen wird der endgültige Text des Abkommens über die Vertiefung des Römischen Paktes diskutiert und angenommen; am 23. März, unmit­telbar vor der Unterzeichnung des Ergänzungsprotokolls, werden Schuschniggs Änderungsvorschläge diskutiert und angenommen; der Text des Ergänzungsprotokolls. 71. 24. 3. 1936 Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem deutschen Botschafter Rom in Rom, Hassell und dem ungarischen Außenminister Kánya Kánya betont, daß die Vertiefung des Römischen Protokolls auch für Deutschland ein befriedigendes Ergebnis darstelle, weil Hodzas oder Tardieus Pläne in Zukunft nicht mehr verwirklicht werden könnten; Ungarn habe vorgeschlagen, das Römische Protokoll in erster Linie um Deutschland und Polen, weiterhin um Jugoslawien zu erweitern; Kánya äußert, er sei im Verlaufe der Verhandlungen zu der Über­49* 771

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