Hegyi Klára; Botka János: Jászberény török levelei; Latin és magyar nyelvű források a Jászság XVI-XVII. századi történetéhez - Szolnok megyei Levéltári Füzetek 11. (Szolnok, 1988)

den türkischen Behörden bzw. mit deren Beauftragten in regem Schriftwechsel. In einem 1676 datierten Brief schreiben die Einwohner von Jászapáti: „Die unaufhör­liche Post der türkischen Herren beansprucht uns sehr." Hinter diesen von den Tür­ken übersandten Mitteilungen, Botschaften und Drohungen verbarg sich — wie wir wis­sen — stets die Absicht, sich durch Strafgelder, Gebühren u.a. möglichst viel Geld zu verschaffen. Unter den weiteren, nur in wenigen oder einzelnen Dokumenten enthaltenen, aufschlussreichen Überlieferungen seien noch die Gemeindesiegel auf den Schrift­stücken erwähnt. Dreizehn der hier veröffentlichten Urkunden tragen ein Stadt- oder Gemeindesiegel (Nr. 2, 16, 25-28, 34-36, 38, 39, 52, 56). Es sind unbestreitbare Be­weise der Selbstverwaltung und der Wirksamkeit der Gemeindeorgane im Leben der Ortschaften. Zu dieser Zeit waren die mit einem Amtssiegel versehenen Urkunden nö­tiger denn je. Das trifft auch dann zu, wenn unter den gegebenen Umständen zuweilen selbst ein Siegel dem Schriftstück nicht genügend Nachdruck verleihen konnte. Die motivisch wertvollsten und ältesten Siegel Jazygiens bewahren die Dokumente Nr. 2, 16 und 28. Im Siegel von Jászberény (1560) sehen wir einen Löwen mit einem Schwert, das „herkömmlich gebräuchliche Siegel" der Jászberényer (aus dem Jahre 1645) zeigt auf einem Ritterschwert ein Kreuz mit einem Horn daran, und das Siegel des Bogenschützenadels von Márialak (entstanden 1639) stellt einen mit einer Pferde­figur verzierten Köcher dar. Der Formaufbau der Dokumentensammlung Mit Nummern versehen, erscheinen die Quellen in chronologischer Reihenfolge. In einer Überschrift ist jeweils das Wesentliche des veröffentlichten Dokumentes zu­sammengefasst. Nach dem Datum der Entstehung folgt das eigentliche Dokument. Wir waren bestrebt, möglichst alle Schriftstücke vollständig und exakt zu veröf­fentlichen. Den lateinischen Dokumenten bzw. den lateinischen Abschnitten fügten wir eine genaue ungarische Übersetzung hinzu. Ausgelassene Stellen sind durch drei Punkte in eckigen Klammern gekennzeichnet; in den Text eingefügte, erläuternde An­merkungen stehen ebenfalls in eckigen Klammern. Für eine buchstabengetreue Wieder­gabe entschieden wir uns nur bei den Dokumenten Nr. 13, 15, 19 und 55. Die Texte der anderen ungarischen Schriftstücke erscheinen gemäss den Vorschriften für Quel­lenangaben der Reihe Ungarische Parlamentarische Gedenkschriften und sind unter Beibehaltung der Besonderheiten in der Aussprache der heute üblichen Rechtschrei­bung angepasst worden. 11 Die Personen- und Familiennamen sowie die Flurnamen erscheinen sämtlich in ihrer ursprünglichen Form. Nach den Quellen folgen jeweils Angaben über ihren Umfang, ihren Ursprung, ihr formales Aussehen, die Versiegelung usw. Wir verweisen auf ausgelassene Stellen, es erscheinen die auf den Versos zu findenden Anmerkungen und die Beschreibungen der Magyar Országgyűlési Emlékek Sorozat Forráskiadási Szabályzata (Vorschriften für Quellenaus­gaben der Reihe Ungarische Parlamentarische Gedenkschriften), Századok, 108. Jahrgang, Bu­dapest 1974. Nr. 2. S. 436-475. 195

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