Hegyi Klára; Botka János: Jászberény török levelei; Latin és magyar nyelvű források a Jászság XVI-XVII. századi történetéhez - Szolnok megyei Levéltári Füzetek 11. (Szolnok, 1988)
Die nächste grössere Gruppe bilden die mit der Kontinuität der Bevölkerung zusammenhängenden Dokumente. Es sind Urkunden, die über die Rücksiedlungen im 17. Jahrhundert Auskunft geben (Nr. 11, 12) sowie Quellen, in welchen die Personennamen derer überliefert werden, die damals in Jazygien lebten. Es fanden sich insgesamt zehn Schriftstücke mit mehr als 10 Namen. Vier dieser Urkunden stammen aus dem 16. Jahrhundert und enthalten 350 Namen (Nr. 3, 5, 9, 10). Die meisten Namen (282) finden wir in dem Register von 1577. Aus dem 17. Jahrhundert sind uns sechs hinsichtlich der Namen interessante Quellen überliefert (Nr. 13, 21, 30, 43, 45, 60). Es handelt sich dabei um 150 Namen. Die hier veröffentlichten sechzig Dokumente enthalten insgesamt die Namen von 502 Einwohnern Jazygiens. Eine Besonderheit der Quellensammlung besteht darin, dass das Material 26 bei den örtlichen Behörden eingegangene Schreiben bzw. durch die örtlichen Vorstände weitergeleitete Privatbriefe enthält. Je zwei Schreiben stammen vom König und von der ungarischen Kammer (Nr. 17, 31-33), vier vom Palatin (Nr. 11, 12, 18, 59), drei Urkunden sind Komitatsdokumente (Nr. 29, 42, 44), und fünf Briefe wurden von Offizialen Jazygiens und Rumäniens geschrieben (Nr. 13, 14, 24, 47, 51). Die meisten der jazygischen Schriftstücke stammen aus Berény (insgesamt 17). Dieser Flecken hatte sich während der Türkenzeit zum Zentrum der jazygischen Siedlungen entwickelt und wurde von den ungarischen wie von den türkischen Behörden als Interessenvertreter „ganz Jazygiens" betrachtet. In zehn Dokumenten erscheint Berény stellvertetend für „alle Untertanen in Jazygien" oder für „die Räte und Einwohner ganz Jazygiens". Die erste Urkunde dieser Art entstand im Jahre 1587 (Nr. 8). Ausser vom Schutz dieser jazygischen Gemeinde berichten unsere Quellen auch von der Selbständigkeit der Dörfer, von ihrem Gemeindeleben und von ihrem mutigen Kampf (Nr. 2, 23, 25, 28, 37-39, 52, 56). In den Dokumenten des 16. Jahrhunderts finden im allgemeinen 14 bis 15 jazygische Siedlungen Erwähnung. Die erste Aufzeichnung über die Ungarstadt Berény stammt aus dem Jahre 1550 10 , die letzte aus dem Jahre 1595 (Nr. 10). Lange erscheint die Stadt auch als selbständige Siedlung, eine Urkunde aus dem Jahre 1560 trägt sogar ihr Siegel (Nr. 2). Die Schriftstücke aus dem 17. Jahrhundert erwähnen 12 Siedlungen Jazygiens, die Orte Négyszállás, Boldogháza und Ágó sind als Wüstungen aufgeführt. Die Mehrheit der Schreiben übermittelt Klagen, Beschwerden und Gesuche, immer wieder erscheinen die drückenden Sorgen des Alltags. Beachtenswert ist, dass neun der siebzehn Beschwerdeschreiben von Plünderungen und Grausamkeiten des Grenzfestungsmilitärs berichten (Nr. 23, 25-28, 30, 34, 52, 58). So lesen wir z. B.in einem 1667 datierten Schreiben der Jazygen: „Die Soldaten — namentlich die aus Fülek, Léva, Ózólyom und Korpona — plagen uns mit unglaublichen Lasten, Drohungen, Taxationen und aussergewöhnlich hohen und unrechtmässigen Steuern, und fast täglich verprügeln sie uns." (Nr. 30) Noch drastischer schildern es die Richter von Jászapáti in einem 1676 an die Kammer gerichteten Klageschreiben: „Die gegen unseren Glauben anrennenden Rebellen und der Türke, unser Feind von Natur aus, gehen nicht FEKETE, Lajos: A hatvani szandzsák 1550. évi adóösszeírása (Das Steuerregister des Sandschaks Hatvan aus dem Jahre 1550), Jászberény 1968. S. 75. 193