Csönge Attila et al. (szerk.): Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 30. (Szolnok, 2016)

Tanulmányok - Bathó Edit: "Vajha volna már egy tisztességes mulató helyiségünk!" A vendégfogadás néhány nevezetes épületének története Jászberényben a 18-20. században

EDIT BATHO „HÄTTEN WIR DOCH SCHON EIN ANSTÄNDIGES VERGNÜGUNGSLOKAL!” DIE GESCHICHTE EINIGER BENNENSWERTEN GEBÄUDE DES GASTSTÄTTENGEWERBES VOM 18. BIS ZUM 20. JAHRHUNDERT IN JÁSZBERÉNY Jászberény zeigte Mitte des 18. Jahrhunderts noch das Bild eines charakteristischen Markfleckens auf der Tiefebene. Auf die Wirkung des wirtschaftlichen Aufschwunges nach der Redemption vom Jahre 1745 begannen die Industrialisierung, die Verstädlichung und die bürgerbäuerliche Lebensweise, die beinahe anderthalb hundert Jahre die Jazygen charakterisierte, staltete sich aus. Das Bild der Siedlung staltete sich stufenhaft um: es wurden neue öffentliche Gebäude und Wohnhäuser gebaut, auch die Einrichtungen des Gaststättengewerbes wurden zustande gebracht. Im 18. Jahrhundert war das einzige als anspruchsvoll betrachtende Vergnügungslokal von Jászberény neben den zahlreichen Tscharden und Kneipen der 1731 gebaute Gasthof Jászkürt. Die Betätigung des Gasthofes wurde von der Stadt in Pacht gegeben, auch dadurch die städtischen Einkommen erhöhend. Der Gasthof Jászkürt diente bis 1895 zum Gaststättengewerbe, danach bekam er andere Funktionen. Das unter ländlichem Bauschutz aufbewahrt gebliebene Baudenkmal besteht auch heute noch und wartet darauf, dass sein Schicksal die Wendung zum Besseren haben wird. Der andere ausgezeichnete Gasthof der Stadt, das einstöckige Hotel Pannónia ließ István Taczmann, der Steuereinnehmer des Jazygkumanischen Bezirkes 1832 auf dem Hauptplatz bauen. Seine Eröffnung war einer der wichtigsten Meilensteine des Kultulebens von Jászberény im 19. Jahrhundert. Zur Faschingszeit wurden hier zahlreiche Tanzprogramme, Bälle veranstaltet, es war aber auch ein beliebter Schauplatz der Theateraufführungen der lokalen Laiengruppen und der in der Stadt ankommenden Wandertheatertruppen. Das Hotel und Gaststätte Pannónia diente 140 Jahre lang zum Gaststättengewerbe, aber es wurde Ende der 1980er Jahre abgebaut. Die immer mehr verbürgerlichende Bewohnerschaft von Jászberény verschönerte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit vielen sehenswerten Gebäuden den Hauptplatz: ein neues Rathaus, ein Gymnasium und eine Erziehungsanstalt für Mädchen wurden gebaut, dann im Jahre 1894 bereicherte 47

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