Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 5. (Szolnok, 1990)

ADATTÁR - Oroszi Sándor: Adatok a nagykunsági szőlőbirtoklás XVIII. századi történetéhez (Karcag, Kisújszállás, Túrkeve) / 307. o.

SÁNDOR OROSZI DATEN ZU DER GESCHICHTE DES WEINBESITZES IN GROSSKUMANIEN IM 18. JAHRHUNDERT (KARCAG, KISÚJSZÁLLÁS, TÚRKEVE) In der Feldmark der grosskumanischen Siedlungen hat die Weinkultur alte Wurzeln, aber ihre richtige Entwicklung begann im ersten Drittel des 18. Jahrhun­derts. Der Weinanbau und der Weinbesitz entwickelte sich nach der Ablösung von Gutsbesitzerlasten (Redemption — 1745) unter neuen Verhältnissen. Im Laufe der allgemeinen Organisierung der Wirtschaft, mit dem Anwachsen der wirtschaftslenken­den Rolle der Selbstverwaltungen wurden die Weingärten vermessen, und auch neue ausgeteilt; zuerst in Turkeve, danach in Kisújszállás und Karcag. In Turkeve musste man schon beim Beschaffen des Ablösungsgeldes (redemptionalis summa) die Wein­gärten vermessen, und die Weinbesitze wurden an die Teilnehmer der Ablösung über­geben. In Kisújszállás wurden die Weingärten erst dann vermessen, als sich ein Bedarf auf erneute Teilung ergab. In Karcag erfolgten praktisch die Vermessungen, als neue Weingärten geschaffen wurden. Im Vermessungsbuch der letztgenannten Ortschaft wurden der An- und Verkauf, die Verpfandung und auch der Wechsel der Besitze niedergeschrieben. In den Verträgen finden wir auch Spuren auf die Art der Bewirt­schaftung. So wissen wir, dass es in den Weingärten auch Obstbäume gab, der Wein wurde teilweise an Stöcke gebunden, sogar erschienen auch Gebäude in den Gärten (Werkzeugbuden, Ruhestätten). Grosskumanien - hauptsächlich wegen des Bodens — ist nie eine bedeutendes Weinanbau gebiet geworden, aber die Rolle der Weingärten ist in den allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht zu vernachlässigen. 316

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