Inventare Teil 5. Band 5. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1937)

Kabinettsarchiv von Fritz von Reinöhl

Patente und Zirkularien des Staatsrates — Minister Kolowrat-Akten. 239 zeichnis (unvollständig) zu Fasz. 1—222, 1 Fasz.; Index einer Patenten- sammlung des geheimen Kabinetts, 1 Bd.; Verzeichnis von Patenten und Zirkularen für Niederösterreich 1791, Verzeichnisse von Patenten und Zir ­kularen 1798, 1799, 1801—1811, 1813—1822, 1 Fasz.; Indizes 1792—1800, 7 Bde. Voten des Fürsten Kaunitz zu Staatsratsakten. Aus den Jahren 1767 bis zum Tode des Staatskanzlers Wenzel Anton Fürst Kaunitz haben sich in ziemlicher Vollständigkeit die Konzepte der von ihm zu Staatsratsakten abgegebenen Voten erhalten; diese Konzepte wurden in der Staatskanzlei verfaßt, in der auch ihre Reinschriften ange­fertigt wurden. Da die Voten Kaunitz’ auch in den laufenden Akten des Staatsrates überliefert sind, ist der Wert dieses Bestandes gering; er wird nur durch den Umstand gehoben, daß mehrfach den Konzepten Abschriften von Beilagen (meist umfangreichere Denkschriften oder Voten) zu Staats­ratsakten beigelegt sind, die etwa als Ersatz in Verlust geratener dienen können. Ein Nummernverzeichnis der jahrweise fortlaufend numerierten Voten der Jahre 1767—1783 und eine Vergleichstabelle der Votennum­mern mit den staatsrätlichen Geschäftszahlen der Jahre 1781—1783 erliegt im ersten Faszikel. In der Staatskanzlei wurden hiezu zwei alphabetische Indizes angelegt, deren einer die Jahre 1771—1782, deren anderer die Jahre 1782—1794 umfaßt. Aus dem Jahre 1804 haben sich zwei Konzepte von Voten des Staatsvizekanzlers Ludwig Grafen von Cobenzl erhalten, die diesem Bestände beigelegt sind. Der Bestand wurde am 30. Okt. 1851 vom Ministerium des Äußern dem StA. übergeben.1 1929 wurde er von Reinöhl geordnet. Er wird dem Archiv der Staatskanzlei einverleibt werden. Verzeichnis. Konzepte der Voten des Fürsten Kaunitz 1767—1794, Konzepte von Voten des Grafen Cobenzl 1804, Fasz. 1—5; Index 1771—1794, Fasz. 6. Minister Kolowrat-Akten. Franz Graf Kolowrat-Liebsteinsky, geb. Prag 31. Jan. 1778, gest. Wien 4. April 1861. Kolowrat wurde am 29. Sept. 1826 zum Staats- und Konferenzminister ernannt und ihm die Leitung der politischen Sektion des Staats- und Konferenzrates sowie die Führung aller Personalangelegen­heiten dieser Stelle übertragen. Am 28. Sept. 1827 übernahm er auch die Leitung der Finanzsektion des Staatsrates, welche er bis 1830 innehatte. Am 31. Jan. 1829 setzte Franz I. eine Finanzkommission unter Kolowrats Vorsitz ein, welche die Staatsbedürfnisse prüfen und Mittel für ihre voll­kommene und bleibende Bedeckung beantragen sollte. Für die Prüfung des Armeeaufwandes wurde gleichzeitig eine eigene Kommission ernannt, deren Beratungsergebnisse Kolowrat mitgeteilt werden sollten. Am 29. Mai dieses Jahres übertrug der Kaiser der unter Kolowrats Präsidium stehen­den Kommission auch die Überwachung der Durchführung der vom Kaiser 1 AB. 171, S. lf.

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