Inventare Teil 5. Band 4. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1936)

Staatskanzlei (Ministerium des Äussern) von Josef Karl Mayr

434 Staatskanzlei (Ministerium des Äußern). und Notificationen der Staatskanzlei (Interiora) angeschlossen worden sind. Ebenso ein Faszikel von 1793—1800 aus Franz Freiherrn von Thuguts Amtsschriften, der den Intercepten einverleibt worden ist. 1908 wurden gelegentlich der Rekonstruktion der alten Kabinettsakten auch Interiora- bestände mit herangezogen. 1913/14 ist die Abteilung von Szekfü einer teilweisen Neuordnung unterzogen worden. 1923 wurde die Untergruppe Kassa- und Rechnungswesen durch kleinere Zuwächse aus Beständen der Staatskanzlei (geheime Auslagen u. dgl. bis 1848) und des Hofrechnungs­departements vervollständigt. 1928 kamen die sogenannten Reichscircu- landen der Staatskanzlei, die bisher irrtümlich den Reichsakten in specie einverleibt gewesen waren, hinzu (Circularien Fzz. 30—33). 1935 wurde die Untergruppe Kassa- und Rechnungswesen um vier Faszikel geheime Auslagen der Jahre 1847—1866 erweitert. 1936 erhielten die Fzz. 20 und 23 (Chiffernschlüssel) und Fz. 1 der Intercepte Zuwächse aus dem Chiffern- departement des Bundeskanzleramtes. Bestände: Fz. 1—10 Organisierung (im allgemeinen) 1742—1877; 11 Baulichkeiten 1800—1849; 12—19 Ceremóniáié und Courtoisie (1686) 1710—1858; 20—ad 27 Chiffernschlüssel saec. XVI—XIX; 28 Diäten und Reisegelder 1807—1849; 29 Eide 1719—1867; 30—34 Exterritorialität 1795—1860; 35 Gratifikationen 1795—1849; 36—56 Hilfsämter 1700—1840; 57 Hoftrauer 1767—1827; 58, 59 Kabinettskuriere 1742—1849; 60—72 d Kassa- und Rechnungswesen 1723—1866;1 eingeschachtelt als Fzz. 67 a—1 samt 3 Fzz. Nachträgen: Orientalische Akademie 1753—1869; 73—106 a Korrespondenz und Memoires (meist Provenienz Staatskanzlei) 1778—1861 (Gentz,1 2 Josef Hudelist, Clemens Freiherr von Hügel, Metternich, Franz Freiherr von Thugut, Johann Freiherr von Wessenberg u. v. a.); 107 Uni­formierung 1810—1853; 108 Hoftheater 1738—1771; ferner 17 Fzz. Archiv 1755—1869 3 (Fz. 14 b -— Provenienz Gesandtschaftsarchiv Frankfurt — betrifft das Mainzer Erzkanzlerarchiv 1814—1829, Fz. 17 sind Nachträge 1763—1830); 29 Fzz. Bittschriften und Privatsachen (alphabetisch, chrono­logisch, auch unprotokolliert, zum Teil bis 1860); 33 Fzz. Circularien und Notificationen 1724—1871 (davon 26—29 politisch 1827-—1847 und 30—33 sogenannte Reichscirculanden der Staatskanzlei 1767—1790);4 65 Fzz. Intercepte5 1711—1848; 24 Fzz. Personalien A—Z;6 49 Fzz. Geheime 1 Einzelne, vermutlich seinerzeit als Altpapier veräußerte Stücke dieser Art befanden sich 1931 im Antiquariatshandel. * Briefe und Tagebücher Gentzens von 1829—1831 sind dem StA. aus August Fourniers Nachlaß 1920 zugekommen; die Tagebücher hatte früher Anton Freiherr von Prokesch-Osten besessen. 3 Verwandte Aktenstücke älteren Datums in der Registratur des StA. 4 Vgl. hiezu AB. 183 (Wocher) und bezüglich der Reichscirculanden AB. 174 a. 6 Unter Intercepten verstand man ursprünglich — so z. B. noch 1680 — die Originale aufgefangener Briefe, später lediglich die in den amtlichen Postlogen gewonnenen Ab­schriften insgeheim geöffneter, dann aber wieder verschlossener und weitergeleiteter Briefe. Vgl. J. K. Mayr, Metternichs geheimer Briefdienst. Postlogen und Postkurse (Inventare österr. staatlicher Archive V/S = 1935). Drei interzipierte Siegelbriefe mit deutlichen Spuren ihrer Eröffnung sind besonders verwahrt. 6 Ein Bündel gräflich Lehrbachischer Familienpapiere aus dem 18. Jahrhundert wurde 1933 im Tauschwege an das Stadtarchiv in Alsfeld (Hessen) abgegeben.

Next

/
Thumbnails
Contents