Hidrológiai tájékoztató, 1974
Hydrologische Informationen Veröffentlicht durch die Ungarische Hydrologische Gesellschaft, und die „FORRÁS" Vereinigung von Wasserwirtschaftungs Unternehmungen, Budapest, 1974. Die Hydrologischen Informationen (Hidrológiai Tájékoztató) erschienen seit 1961 als regelmássige periodische Publikation der Ungarischen Hydrologischen Gesellschaft. Die in den Hydrologischen Informationen veröffentlichten Abhandlungen, Berichte und Kurzberichte geben stets einen treuen Querschnitt und eine reiche Auswahl jener theoretischen und hauptsáchlich praktischen Fragen, die auf dem Gebiet der Hydrologie und die ungarische Wasserwirtschaft interessierenden technischen und Naturwissenschaften im Zusammenhang mit den aktuellen Aufgaben an der Tagesordnung stehen. Mit Rücksicht auf die steigende Nachfrage, erscheinen seit 1968 auch deutsche Auszüge der Berichte, um dieserart die Hydrologischen Informationen auch den auslándischen Interessenten und dem Publikationsaustausch zugánglich zu machen. Dr. VITÁLIS György Schriftleiter der Hydrologischen Informationen Lorberer, A.: Polnischer Pionier der Erforschung von ungarischen Land: Stanislaw Staszic Berichtet wird über Leben und wichtigste ungarische Beziehungen der wissenschaftlichen Tátigkeit des polnischen neptunistischen Geologen (1755—1826). Das Hauptwerk von Staszic, die Monographie „Über Entstehung des Bodens der Kárpátén und sonstigen Gebirgen und Ebenen von Polen" ist 1815 in Warschau erschienen und stellt zugleich die erste synthetisierende regionale geologische Aufarbeitung nicht nur Ungarns, sondern auch der gesamten ost-mitteleuropáischen Raume war. Die Landkarte von Staszic (Carta geologica totius Poloniae, Moldáviáé, Transilvaniae et partis Hungáriáé et Valachiae, anno 1806) ist nicht nur álter, sondern teils auch genauer als die allgemeinbekannte Karte von F. S. Beudant aus dem Jahre 1822. Die Tátigkeit von Staszic ist mindestens so bedeutsam für die geologische Erkundung Ungars, als die klassische Reisebeschreibung von Beudant. Das Werk von Staszic „über Entstehung des Bodens ..." ist auch heute noch eine wichtige Datenquelle für geologische und hydrologische Forschungen. Ali, L.: Rolle des RGW in der Volkswirtschaft lm Wirtschaftsleben des Landes erlangt die internationale Arbeitsteilung eine immer stárker werdende bestimmende Rolle. Die Kooperation der RGW-Mitgliedslánder ist für eine flüssige und zügige Entwicklung der Volkswirtschaft förderlich. Aus der Reihe der wirtschaftlichen Faktorén kann auch die Wasserwirtschaft nicht fehlen. Der gesellschaftliche Kreislauf des Wassers bedingt eine komplexe Mehrzwecknutzung der Wasservorráte. Die natürlichen Vorkommen von Oberfláchenwasser habén die Eigenart, dass der Wasservorrat — abgesehen von stehenden Gewássern — nur ans Gerinne gebunden erscheint und in dieser natürlichen Bahn nach den hydrologischen und hydraulischen Gesetzen des Abflusses strömt und dabei eventuell mehrere Staaten durchfliesst oder gerade die Staatsgrenze bildet. Von dieser Eigenart der Wasservorráte wird die Nutzung im vorhinein international, besonders in Ungarn, wo der überwiegende Teil der Oberfláchenabflüsse (96%) aus den Nachbarlándern eintritt. Aufgrund eines Beschlusses der XII. Beraung der Vertreter der Verwaltungsráte in den Mitgliedsstaaten hat die Arbeitsgruppe Gewásserschutz, die grundlegenden Themen des Gewásserschutzes formuliert: — Einheitliche Kriterien und Normen der Wasserqualitát sowie einheitliche Klassifizierungsprinzipien — Vereinheitlichung von Verfahren und technischen Geráten der Gewássergüteforschung — Einheitliche Projektierungsverfahren der Massnahmen für den Gewásserschutz — Typisierung der für Kláranlagen und Wasseruntersuchung erforderlichen Einrichtungen, Kontrollmessgeráten und Instrumenten — Klár- und Behandlungsmethoden für Abwásser, sowie für die Aufbereitung von oberirdischen und unterirdischen Gewássern, Schutzverfahren gegen Schádigungen infolge Phenolen, Erdölprodukten, Flotationsreagenten, synthetischen Waschmitteln und anderen ' Verunreinigungsarten. Darüber hinausgehend beinhaltet die Arbeit im Rahmen des RGW ein breiteres und mannigfaltigeres Aufgabenprogramm der Wasserwirtschaft. Die RGW-Empfehlungen geben eine organische Ergánzung zu unseren einheimischen Massnahmen und fördern auch die Ausweitung der internationalen Beziehungen. I